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2 (1857)
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und der Arrieregarde sich fest zu setzen. Doch rettete sich Mengen aus die-ser drohenden Gefahr mit dem geringen Verluste von 40 Mann und Pferden,und beflügelte seinen Marsch, um von dieser bedrohlichen Verwirrung demCorps-Commandanten, welcher sich in Neuhaus, etwa eine Viertel-Stunde vondem Kampfplatze befand, in Kenntniss zu setzen und um die Erlaubniss anzu-suchen, den Feind angreifen zu dürfen. Da die Gegend eine Unternehmung mit derCavallerie anthunlich machte, sass er vom Pferde ab, sammelte von der Infan-terie so viel als möglich aufzubringen war, und fasste den kühnen Entschluss,mit ungefähr 100 Freiwilligen dem Feinde sich entgegenzuwerfen und die abge-schnittene Arrieregarde wo möglich zu retten. Er führte diesen mit solch glänzen-der Tapferkeit durch, dass die Franzosen, welche die Verwirrung unserer Truppenbenützt und die Arrieregarde bereits abgeschnitten hatten, nicht nur in ihremErfolge behindert, sondern auch jene feindliche 300 Mann starke Abtheilung, diesich zwischen der Haupttruppe und der Nachhut geworfen hatte, umzingelt undgefangen wurde. Vier Kanonen, welche der Feind dem Bataillon Deutschmeisterbereits abgenommen hatte, wurden wieder zurückerobert. Ein weiterer Vorth eildieses glänzenden, mit dem Ritterkreuze belohnten Angriffes war der Zeit-gewinn für die bereits abgeschnittene Arrieregarde, welche sich wieder ralliirenund dem Corps anschliessen konnte. Mengens im Jahre 1809 mit gleicherUmsicht und Thätigkeit an Tag gelegtes vortreffliches Benehmen vor dem Feindeverschaffte ihm die Beförderung zum Major im 3. Uhlanen-Regimente ErzherzogKarl.

In den Jahren 1813 und 1814 kämpfte Mengen bei der Armee in Italien undzeichnete sich in der Schlacht am Mincio (8. Februar 1814) so vortheilhaft aus,dass ihn Se. Majestät der Kaiser zum zweiten Obersten ernannte. Er stand in derBrigade des General-Majors Grafen Vecsey und wurde, als diese am frühen Mor-gen auf die rechte Mincio-Seite übergegangen war, mit einer Schwadron längs deslinken Ufers gegen Goito angewiesen, falls er auf den Feind nicht stossen sollte,über den Fluss zu setzen und sich mit Vecsey zu vereinigen. Da aber die Fran-zosen bereits Roverbello erreicht hatten, so wurde Mengen mit einer weit über-legenen feindlichen Reiterei in ein Gefecht verwickelt und zog sich, früher schondurch den Obersten von Gorczkowsky mit einer halben Schwadron verstärkt,auf dem Wege nach Pozzolo gegen die Division Merville, von der französischenReiterei des Generals Me rin et heftig verfolgt. Das Feuer des schnell einen Hakenbildenden linken Flügel-Bataillons De Best machte die feindlichen Chasseursstutzen. Oberst Baron Gabeikoven hieb nun mit dem Regimente Savoyen-Dra-goner in die französische Reiterei ein, welche Oberst-Lieutenant Mengen mitseiner Uhlanen- Schwadron zugleich in der Flanke anfiel. Dadurch wurde daserste französische Husaren-Regiment geworfen; es riss auch das Dragoner-Regi-ment Königinn mit und beide stürzten auf ihre in Colonne anziehende zweite