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2 (1857)
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begnadigte den tapferen Mylius mit dem Maj ors- Charakter; doch blieb er nur kurzeZeit untbätig. Im November 1835 zum Badeliaus-Commandanten inBaden ernannt,bot ihm diese Anstellung Veranlassung, sich wesentliche Verdienste sowohl um dieStadt als auch um seine leidenden Kriegsgefährten zu sammeln, und es blieb demergrauten Veteranen die Anerkennung nicht aus, denn während er von der StadtBaden das Ehrenbürgerrecht erhielt, ernannte ihn der Kaiser im Jänner 1841 zumOberst-Lieutenant, und imNovember 1850 zum Obersten in dieser Anstellung. Mehrals 54 Jahre hatte Mylius dem Staate gedient, in 5 Feldzügen zahlreiche Beweisepersönlicher Tapferkeit gegeben, und sich durch humane vortreffliche Gemüths-Eigenschaften die allgemeine Achtung und Liebe aller Jener erworben, die mit ihmin nähere Berührung gekommen waren. Er beschloss sein Leben am 20. August1852 zu Baden in seiner rastlos und thätig wirkenden Anstellung.

MENGEN, Wilhelm Freiherr von, Feldmarschall-Lieutenant, einem alt-adeligen norddeutschen Geschlechte entsprossen, war zu Bitze in Hannover geboren.Der Feldmarschall Prinz Coburg ernannte ihn im 18. Lebensjahre zum Lieute-nant in seinem Dragoner-Regimente. Im Feldzuge 1799 legte Mengen so grosseProben von Entschlossenheit an Tag, dass er im Februar 1800 mit Übergehungeiner Charge zum Hauptmann im 55. Infanterie-Regimente befördert, bald darnachaber wieder zur Cavallerie übersetzt wurde, für welche Waffe er nicht nur alleEigenschaften, sondern auch eine besondere Vorliebe besass.

So traf ihn das Jahr 1805 im 1. Uhlanen-Regimente Merveldt, welchesdem Corps des Inhabers zugewiesen war. Am 2. November wurde Mengen mitseiner Schwadron von Weier nach Leoben beordert, um eine von Salzburgim Vorrücken befindliche feindliche Abtheilung zu beobachten; kurz darauf aberwieder rückberufen. Er war aber ungeachtet eines angestrengten Marsches vonzwei Tagen und zwei Nächten, wo das hindernde Gebirge nur zu Fuss passirtwerden konnte, nicht mehr im Stande die Haupttruppe zu erreichen und stiessvielmehr auf den das Armeecorps verfolgenden Feind. Um in einem so nachthei-ligen Terrain sich durchschlagen zu wollen, dazu war zweifelsohne ein kühnerUnternehmungsgeist nothwendig. Der Klugheit und Standhaftigkeit des wackernRittmeisters gelang dies indessen so vollkommen, dass er das Corps vor Neuhausin dem Augenblicke erreichte, als es vom Feinde von einer andern Seite ange-griffen worden war. Die Attaque erfolgte am 8. November auf die Nachhut derTruppen des Feldmarschall-Lieutenants Grafen Merveldt, welche sich in einemVerderben drohenden Defile befanden. Zu gleicher Zeit hatte eine französischeAbtheilung Jäger einen steilen Berg erklommen, von wo aus sie den Angriffauf Mervel dts Centrum, welches sich ebenfalls in einem Engwege befand,richtete. Dieses unerwartete Manoeuvre brachte unsere Truppen zum Weichen,so dass es dem Feinde leicht wurde, auf der Strasse zwischen der Hauptcolonne