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2 (1857)
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und er wurde über höhere Weisung durch den Major Grafen zu Lippe des Regi-ments beauftragt, mit der Engänzungs-Mannschaft den PassLuitasch zu besetzen.Später wuchs dieser Transport mit der aus der Kriegsgefangenschaft zurück-gekehrten Mannschaft auf die Stärke eines Bataillons, welches zur Yertheidigungder Feste Scharnitz unter Oberst-Lieutenant Swinburne (s. d.) verwendetwurde. Dem Oberlieutenant Mylius ward mit einer Abtheilung dieses combinirtenBataillons die Vertheidigung der unteren Werke anvertraut. Am 4. Novemberunternahm, wie wir wissen, der Feind einen Angriff, der insbesondere gegen dieunteren Werke gerichtet war. Diesen schlug Mylius wiederholt ab. Der Feindwendete sich nun gegen die vom Major Grafen Lippe besetzte Schanze. Schonhatte er die vordem Werke erstiegen und die Sturmleitern an der Hauptschanzeangelegt, als M ylius, dies bemerkend, aus eigenem Antriebe mit dem verfügbarenTheile seiner Mannschaft in Blitzesschnelle zum Schutze der Bedrängten herbeieilte,von einigen seiner Braven begleitet im Angesichte des Feindes in den Laufgrabensprang, die angelegten Sturmleitern abnahm und den Stürmenden alle bereits er-rungenen Vorth eile entwand. Verstärkt durch den mittlerweile angelangten Restseines Detachements vertrieb der unerschrockene Officier den Feind ganz aus demBereiche der Verschanzungen, ihm so kräftig nachsetzend, dass er jede Lust verlorden Angriff zu erneuern. Mehrere Gefangene fielen in Mylius Hände und dieAbsicht des Feindes war nur durch diese entschlossene That zu Nichte geworden.Da später die tapfere Besatzung von Scharnitz kriegsgefangen und Mylius erstim Mai 1806 ranzionirt wurde, so konnte er seine Ansprüche auf das ihm zu Theilgewordene Ritterkreuz erst in diesem Capitel geltend machen.

Im Feldzuge 1809 stand das Infanterie - Regiment Erzherzog Karl in derDivision des Feldmarschall-Lieutenants vonLindenau beim 5. Armeecorps. Eshatte bei Regensburg am 23. April mit grosser Ausdauer gekämpft und namhafteVerluste erlitten. Unter den Gefangenen befand sich auch Mylius, der erst imSeptember seine Freiheit erhielt, im October zum Hauptmann vorrückte und imDecember 1810 Wunden halber in die Pension versetzt wurde.

Die Befreiungskriege riefen diesen mittlerweile wieder körperlich erstarktenOfficier zu neuer Thätigkeit; er wurde am 13. Juli 1813 in das 1. Landwehr-Batail-lon des Infanterie-Regiments Ho ch- undDeutschmeister eingetheilt, und folgteder neuen Bestimmung nach Italien. Hier gelang es seiner persönlichen Bravourund Entschlossenheit, in derSchlacht amMincio (8. Februar 1814) eine vomFeindebereits abgeschnittene halbe Compagnie des 11. Jäger-Bataillons durch einen herz-haften Angriff zu befreien. Er wurde vom Feldmarschall-Lieutenant Radivojevichunter den Ausgezeichneten genannt und mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens belohnt. Nach eingetretener Ruhe trat Mylius am 1. März 1816 in denPensionsstand zurück, behielt jedoch eine Landwehr-Compagnie des RegimentsDeutschmeister, die er bis September 1832 commandirte. Seine Majestät

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