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2 (1857)
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817
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Schmerzen vergessend, verband Ensch in Eile mit einem Tuche die Wunde undliess sich, von einem Jäger unterstützt, zu seiner Abtheilung führen, die er schonschwankend antraf. Der Anblick ihres blutenden Commandanten aber, sein Zuredenund seine Aufmunterung wirkten eindringlich auf das Gemütli der braven Jäger.Sie folgten dem Rufe des tapfern Ensch, der sie auf das Schnellste gesammelthatte, und griffen nun die Franzosen selbst an. Das heroische Beispiel und die vor-trefflichen Anstalten, welche Ensch einzuleiten verstanden, hatten nicht allein dieGegner zum Rückzuge genöthigt, sondern auch denMuth der Jäger so entflammt,dass sie durch anderthalb Stunden jedem weiteren Versuche auf Haslach mitseltener Standhaftigkeit Trotz boten und der Armee Zeit verschafften aus Ulm vor-rücken und sich in Schlachtordnung formiren zu können. Ensch würde dem Feindenoch empfindlichere Nachtheile zugefügt haben, wenn nicht ein zweiter Schuss indie rechte Hüfte ihn zu Boden gestreckt hätte und er für todt gehalten vom Kampf-plätze nach Ulm gebracht werden musste.

Nachdem dieser brave Officier im Februar 1807 zum Hauptmann befördertworden, erhielt er im September 1808 nach Auflösung dieses Jäger-Regimentsseine Eintheilung bei der 3. Division, dem nachmaligen 3. Jäger-Bataillon und gabim Feldzuge 1809 in allen Gelegenheiten neue Beweise von Entschlossenheit undumsichtiger Führung. Im Mai 1813 wurde Ensch in den Freiherrnstand erhobenund zum Major und Commandanten des 11. Jäger-Bataillons befördert, um dessenOrganisirung er sich grosse Verdienste erwarb und seine Anstrengungen in denJahren 1814 und 1815 vor dem Feinde belohnt sah. Er nahm am Gefechte beiRonco (21. April) Theil und trug zu dem Überfalle von Pesaro (28. April), woer die Unterstützung bildete, wesentlich bei. Im Jahre 1821 zum Oberst-Lieute-nant befördert, wohnte Ensch dem Zuge der österreichischen Armee gegen dieneapolitanischen Insurgenten bei, avancirte im Jänner 1831 zum Obersten imBataillon und trat nach 44jährigen ausgezeichneten Diensten als General-Major inden Ruhestand.

KAROVE, Ladislaus von, Hauptmann, einer adeligen Familie des ZipserComitates angehörig, war zu Toltschau geboren. Dieser tapfere Officier fand in derSchlacht bei Aspern im noch nicht erreichten 30. Lebensjahre den Heldentod, nach-dem er sich im Feldzuge 1805 bei Caldiero das Ritterkreuz auf höchst aus-gezeichnete und ruhmvolleWeise erworben hatte. Karove wurde im Februar 1799Cadet bei Splenyi - Infanterie Nr. 51, kam bald darnach zur ungarischen Garde,und war bereits im September 1804 Hauptmann im Regimente.

Am zweiten Schlachttage von Caldiero (30. October 1805) stand KarovesRegiment in der Division des Feldmarschall-Lieutenants Baron Simbschen, derdie Position bei Colognola zu vertheidigen hatte. Die Franzosen waren bereits aufdie wichtigste Anhöhe unserer Stellung stürmend vorgedrungen und hatten sich

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