Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
816
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einigen Officieren umgeben, am Eingänge des Dorfes dessen Andrang so lange,bis des Erzherzogs Reiter geordnet den weiteren Rückzug antreten konnten.

Bei Wiederausbruch des Krieges im Jahre 1809 wurde Mecsery ein beson-deres Zeichen kaiserlicher Huld dadurch zu Theil, dass er zum Commandanten derin Ungarn aufgebotenen Insurrection im Kreise jenseits der Donau mit der Beför-derung zum Feldmarschall-Lieutenant ernannt wurde, dann in den Jahren 1813und 1814 die Errichtung der Veliten-Divisionen bei den Husarcn-Regimentern über-tragen erhielt. Das administrative Talent AI c c s c r ys bewährte sich in dieserEpoche so glänzend, dass sich der Kaiser veranlasst sah, ihn nicht nur mit demgoldenen Civil-Ehrenkreuze auszuzeichnen, sondern auch bei eingetretenem Friedenals Hofkriegsrath in die unmittelbare Nähe zu ziehen. Rastlos wirkte der tapfereKrieger in dieser einflussreichen Stellung zum Besten des Dienstes viele Jahre,und rechtfertigte das Vertrauen seines Monarchen in glänzender Weise. Er starbam 30. December 1823 zu Wien, ein schönes Beispiel der Nachahmung hinter-lassend, dass er eben so ausgezeichnet vor dem Feinde Avie im Bureau seinerBestimmung zu entsprechen verstanden hatte.

RITTER.

ENSCH, Franz Freiherrvon, General-Major, Mitglied der Elisabeth Theresien-Stiftung, zu Luxemburg im Jahre 1778 geboren, betrat im 14. Lebensjahre dieLaufbahn als Cadet bei Wilhelm Schröder-Infanterie. Die Feldzüge am Rhein undin Italien mitkämjffend, avancirte er im Juni 1800 zum Oberlicutenant und erhieltim November 1801 die Eintheilung in das vom Feldmarschall-Lieutenant MarquisC h a s t e 1 e r in Tirol errichtete Jäger- Corps.

In den Tagen des Unglücks ist eine heldenmüthig ausgeführte That um so aner-kennungswerther, als sie die gedrückte Stimmung neu belebt und zu Standhaftigkeitund Ausdauer anspornt. Dies gilt von allen jenen tapferen Officieren, welche sich vorUlm den Ruhmeskranz um die Stirne gewunden, und obenan für OberlieutenantEnsch. Seine tapfere, mit dem Ritterkreuze belohnte Handlung gibt uns dasschönste Beispiel aufopfernden Ausharrens. Die Franzosen hatten am 11. October1805 die Vorposten des Obersten Grafen Civalart (s. d.) bei Ulm auf demMichaelsbcrge mit Übermacht angegriffen. Oberlieutenant Ensch wurde auf eigenesAnsuchen mit einer Compagnie Jäger gegen Haslach detachirt, um die Flanke zudecken und diesen Posten auf das Hartnäckigste zu vertlieidigen. Lange Zeit ent-sprach er dem Aufträge auf das Rühmlichste, so zwar, dass er in ausharrender Pflicht-erfüllung durch eine Flintenkugel im linken Schenkel, wo diese im Fleische steckenblieb, venvundet wurde. Eben imBegriffe den Verbandplatz zu suchen, gewahrte er,dass der Feind den Posten erneuert mit Ungestüm anfalle, die Jäger zurückwarfund sich auch schon in der Flanke des Obersten Civalart ausbreitete. Der heftigen