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führen, und nach Gewinnung der Donaubrücke bei Günzburg auf Gundelfingenvorzurücken. Der tapfere General setzte sieb mit den Husaren sogleich in Marschund liess die Infanterie nachfolgen. In der Gegend der Donaubrücke angelangt,gewahrte er, dass die Franzosen diese bereits angegriffen und den beabsichtigtenÜbergang vereitelt batten. Mit einem Zuge Husaren sprengt Mecsery gegendie Brücke, um sich von der Sachlage genau zu überzeugen und das zur Bewa-chung derselben aufgestellte Infanterie-Detachement zum Ausbarren anzueifern.Kaum angekommon, erneuerte der Feind den Angriff mit verdoppelter Kraft,drang mit stürmender Hand auf die Brücke ein, bemeisterte sich derselben undschlug die Bedeckung in die Flucht. Mitten in dieser, durch das feindliche Feuernoch vermehrten Verwirrung sprengte Mecsery zu den 4 Divisionen Husaren, liesssie sogleich vorrücken und eine entsprechende Stellung nehmen; Blankenstein imersten Treffen, Palatinal-IIusaren in Reserve. Die Franzosen, ihren Vortheil hitzigverfolgend, setzten unserer Infanterie auf dem Fusse nach und waren schon, auseinem Hohlwege debouchirend, bis an die Vorstädte von Günzburg gedrungen; jetztwar es hohe Zeit eine entscheidende Bewegung zu unternehmen. Mit einerSchwadron Blankenstein-Husaren attaquirte Mecsery die feindliche Masse undwar so glücklich sie in Verwirrung zu bringen und in den Hohlweg zu werfen.Nun versuchte der Feind die in der Ebene aufgestellten Husaren durch lebhaftesFeuer zu vertreiben, um seine Vorrückung auf Günzburg zu erzwingen. DiesesManoeuvre half aber wenig, denn der umsichtige General wusste seine Angriffe sozweckmässig zu führen, dass die Gegner sich genö'thigt sahen gegen die Brückezu flüchten und die errungenen Vortheile aufzugeben. Unsere Infanterie gewannZeit sich zu ralliiren und in den Vorstädten sich festzusetzen. Die Nacht über bliebM ecsery mit den waekern Husaren zu Pferde und bereit jeder Unternehmung desFeindes zu begegnen. Dieser aber, durch die erlittenen Verluste eingeschüchtert,verhielt sich ruhig und überliess uns die Brücke in ungestörtem Besitz. Das wich-tige Ergebniss dieser kühnen und entschlossenen Unternehmung des GeneralsMecse ry war, dass die Franzosen von der beabsichtigten Einnahme von Giinz-burg abgehalten wurden, wo sich unser Hauptquartier und die Artillerie-Reservebefand, dass sie mit der geworfenen Infanterie nicht gleichzeitig in die Stadt cin-dringen konnten, und dass endlich unsere Armee die Nacht hindurch Günzburgohne Belästigung des Feindes passiren und den Marsch nach Ulm antreten konnte.Mecse ry befand sich dann in jener ritterlichen Schaar, welche den bewunderungs-würdigen Rückzug unter Erzherzog Ferdinand von Ulm nach Böhmen machte.Es war ihm wohl nicht gegönnt das Ziel des kühnen Unternehmens zu erreichen,doch hatte er durch mannhafte Entschlossenheit das Gelingen, obgleich mit einerschweren Wunde und Gefangenschaft, befördert. Der Erzherzog war bekanntlich am20. October in Eschenau eingetroffen, rastlos verfolgt von dem französischen GeneralKlein, der sofort den Ort mit Heftigkeit angriff. Da wehrte Mecsery, nur von