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gesetzt, so musste er auch schon den heftigsten Angriff der feindlichen Reiterei umso mehr auslialten, als ihn gar keine Truppe deckte. Allein sein wirksames, zurrechten Zeit angebrachtes Kartätschenfeuer hielt den Feind nicht nur vom Vordrin-gen ah, sondern zwang ihn auch den Rückzug anzutreten. Hiedurch gewann diezweite Batterie Zeit aufzufahren, und nun vereint, aber noch immer ohne Bedeckung,schlug Major Fri erenberger mehrere heftige Stürme des Feindes, der seine theuererkauften Vorth eile nicht so leicht verloren geben wollte, ab und hielt ihn so langeauf, bis Bagration seine Truppen sammeln und zur Unterstützung Frieren-berger’s herbeieilen konnte. Durch diese tapfere Tliat hatte Frierenbergernicht nur das Vorhaben des Feindes, in Zeiten Rausnitz und gleichzeitig den Rückender Armee zu gewinnen, vereitelt, sondern auch das zerstreute Corps B agra tio n’sgerettet und demselben Gelegenheit gegeben sich zu sammeln und aufs Neue indas Treffen zu rücken. Fürst Bagration dankte dem Major in Gegenwart desOfficier-Corps der beiden russischen Regimenter Grossfürst-Uhlanen und Mariapol-Husaren für diese kräftige Unterstützung; das Capitel aber erkannte dem umsichti-gen Batterie-Commandanten das wohlverdiente Ritterkreuz zu.
Im Jahre 1809 war Frierenberger bereits Oberst im 2. Regimente, undim April 1813 General-Major und Artillerie - Director hei der Haupt-Armee desFeldmarschalls Fürsten von S ehwarzenh erg. In dieser Eigenschaft zeichneteer sich vor Dresden durch rühmliche Thätigkeit aus, wurde jedoch verwundetund musste den Kriegsschauplatz verlassen.
Frierenberger starb am 11. Februar 1823 zu Ivremsier in Mähren; erhatte dem Staate durch 45 Jahre eifrige Dienste geleistet und ein Alter von64 Jahren erreicht.
ZOCCIlI, Jo ha nn von, Major, Sohn eines Artillerie-Officiers, war zu Livorno imJahre 1709 geboren. Gleich seinemVater widmete er sich dieser intelligenten Waffeund erhielt im zartesten Jünglingsalter (Jänner 1781) eine k. k. Cadetcnstelle. DemTürkenkriege wohnte er als Lieutenant, den Kriegen gegen Frankreich als Ober-lieutenant bei und avancirte im Februar 1803 zum Hauptmann im 1. Regimente.
Die Schlacht von Austerlitz lohnte sein tapferes Benehmen mit dem Rit-terkreuze.
In dieser commandirte Zocclii zwei bei dem kaiserlich russischen Gardecorpseingetheilte kaiserliche Batterien, jede aus 4 zwölfpfiindigen Kanonen, dann aus2 siebenpfündigen Haubitzen zusammengesetzt. Am Tage der Schlacht (2.Decem-ber 1805) rückte Zocclii gegen 7 Uhr Früh aus dem Lager von Austerlitz ah,ohne im Geringsten zu vermuthen, dass es zum Schlagen kommen würde, und eswaren Geschütz und Karren mit viertägiger Fourage beladen. Nach einer halbenStunde vernahm man in grosser Entfernung auf dem linken Flügel Kanonendonner.Das Feuer schien anfangs sich zu entfernen, plötzlich aber nahm es heftig zu