Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
801
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Dass diese Anerkennung- auf Überzeugung beruhen musste, bewies der Feld-zug 1805, in welchem Montluisant Gelegenheit erhielt bei Mariazel 1 sich sorühmlich hervorzuthun, dass seineThat mit dem Ritterk rcuze belohnt wurde. Am8. November drangen die Franzosen gegen Mariazell mit Gewalt vor. Es galt vorallem ihrem weiteren Vorrücken so lange Widerstand zu leisten, bis die namhaftenÄrarialgüter aus Mariazell in Sicherheit gebracht werden konnten. Da entschlosssich Montluisant das Wagestück zu unternehmen. Er trat vor die Front desRegiments und forderte Freiwillige auf, welche sich mit ihm dem Feinde entgegen-stellen wollten. Im Augenblicke waren ihrer eine grosse Anzahl versammelt, sodass Mon tluisants Entschluss ohne Zögern zur That werden konnte.

Der tapfere Oflicier eilte, ohne sich um des Gegners Stärke weiter zu kümmern,mit der auserwählten Schaar den Franzosen entgegen, und nahm auf der Strasseeine so vortheilhafte Stellung, dass er nicht nur dem zehnfach überlegenen FeindeTrotz bieten, sondern diese auch den ganzen Tag mit seltener Bravour behauptenkonnte.

Die Schätze des Klosters, eine kaiserl. Casse und die im Gefechte bei Neuhausgeretteten Kanonen konnten, begünstigt durch diesen heroischen Widerstand, inSicherheit gebracht werden. Erst als die Nacht einbrach, als der unerschrockeneOfficier durch einen Schuss im Fusse und durch sieben Bajonetstiche entkräftetzur Erde fiel und in Feindeshand gerieth, war cs den Franzosen möglich, ihr Vor-haben, nach Mariazell zu dringen, zu erreichen; sie fanden aber das nicht mehrwas sie gehofft hatten.

Auch im Jahre 1809, da Montluisant Ilauptmann im 4. Jäger-Bataillon war,bewährte er sich als entschlossener Soldat. Mit seiner Compagnie, einer halbenCompagnie Anton M i t r o v s ky , einer halben Compagnie des m ä h r i s c h e n F r e i-Bataillons und einigen Freiwilligen von Vincent-Chevauxlegers zu Fuss, stürmteer die von Bayern vertheidigte Schanze bei Mauthausen, und erbeutete, mit1 Officier und 30 Mann, welche als Gefangene in seine Hand fielen, eine Haubitze.

Nachdem M ontluisant im Jahre 1812 statutenmässig in den Ireiherrnstanderhoben worden, starb er zu Weidenau am 9. August 1816 im 48. Lebensjahre.

KAK0NYI de Csep et Eadem, Franz Freiherr, Oberst-Lieutenant, zuCzekles im Pressburger Comitate am 3. December 1762 geboren, beschloss seinLeben zu Pressburg am 17. März 1829. An Wunden und Ehren reich, hatteKak onyi im 19. Jahre bei Barco-Husaren als Cadet seine Laufbahn begonnen;er wurde im October 1786 Lieutenant bei Kaiser-Husaren.

Schon im Türkenkriege hatte er in einem sehr kritischen Momente am 9. Juli1789 23 kupferne Pontons, die der Feind bereits in Händen hatte, wieder gerettetund sich in der Schlacht bei Martinestie mit Bravour geschlagen. Bald darnachzeichnete sich Kak onyi in Verfolgung des Feindes bei Wiesbaden erneuert