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Grosslierzog von Hessen das Grosskreuz des Ludwig-Ordens verehrten. Der Grafhatte dem Staate 52 Jahre die vortrefflichsten Dienste geleistet, als ihn der Kaiserzum Oberlieutenant hei der Arcieren-Loibgarde ernannte, in welcher Anstellunger zu Wien am 9. October 1849 sein ruhmvolles Lehen beschloss.
Persönliche Tugenden und Liebenswürdigkeit hatten dem Grafen, der für einender ausgezeichnetsten Schützen in der Armee galt, die Anhänglichkeit und AchtungAller, die ihn kannten, erworben und das Andenken eines beispiellos tapferen Krie-gers in der Armee bewahrt.
SlMBSCHEN, Joseph Anton Freiherr von, Feldzeugmcistor, geheimer Rath,Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, war zu Siobondorf in Siebenbürgen im Jahre1745 geboren. Sohn des aus den österreichischen Erbfolgekriegen mit Auszeich-nung genannten Majors und Commandantcn der Temeswarer Grenztruppen, begannJoseph im 16. Lebensjahre als Cadet bei Puebla-Infanterie die Laufbahn undavancirte nach Jahresfrist zum Lieutenant hei Szechenyi-IIusaren.
Vielseitig gebildet, liess sich Simbsehen in mannigfachen Stellungen zurbesonderen Zufriedenheit verwenden. Nachdem er den bayerischen Erbfolgekriegals Ilauptmann im General-Stabe mitgemacht hatte und nach dem Teschner Frie-den zum Ottochaner Regimente übersetzt wurde, ernannte ihn Kaiser Joseph imJuni 1783 zum Major und Marine-Commandanten in Zengg, wo er mehrere Jahrean dem versuchten Aufschwung der neuen Schöpfung wirkte. Im Frühjahre 1788bereiste der damalige Thronfolger Erzherzog Franz das ungarische Litorale;Major Simb sehen wurde die Auszeichnung zu Theil den Prinzen in dieser Gegendund nach Fiume zu begleiten.
Der Türkenkrieg bedingte S i m b s c h e n’s erneuerte Eintheilung in den General-Stab, wo er mit unermüdeter Thätigkeit und Umsicht seinem Commandircnden zurSeite stand, und in Würdigung der besonderen Verdienste in rascher Folge zumOberst-Lieutenant und Obersten befördert wurde. Er kam dann auf kurze Zeit indas erste Banal-Grenz-Regiment, bei Ausbruch der Revolutionskriege aber wieder alsGeneralstabs-Chef zum Feldzeugmeister D e Vin s, der ihn in dem Türkenkriegekennen gelernt und mit grossem Vertrauen ausgezeichnet hatte. Kurz vor seinerBeförderung zum General-Major war ihm die Gelegenheit bei der Einnahme derVerschanzungen im Genuesischen am 24. Juni 1795 zur Auszeichnung günstig,da er die erste Colonne an der Meeresküste führte, die Stellung an dem Giulianotorrente behauptete und zu ihrer Sicherung Truppen dahin dirigirto.
Im September 1799 avancirte Simb sehen zum Feldmarschall-Lieutenantund wurde bald darauf Inspecteur der deutschen Reichstruppen.
Die Erfahrungen, welche sich der kenntnisreiche Officier — der noch densiebenjährigen Krieg mitgemacht—durch eine Reihe von Jahren gesammelt hatte,erwiesen sich im Jahre 1805, wo er in der Schlacht vonCaldi er o denrechten Flügel