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2 (1857)
Entstehung
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sprichwörtlich gewordene Tapferkeit bewies er in diesen Epochen mehrfältig aufdie glänzendste Weise.

Leiningen’s Grenadiere und jene von Georgi und Portner wiesen beiWasram den Angriff der 12 Reiter-Regimenter unter Bessioros entschlossenzurück; im Treffen bei Znaim fülirte sie der muthige Leiningen unter demheftigsten Platzregen, der jedes Feuern unmöglich machte, gegen den auf derIleerstrasse in gedrängter Colonnc aufgestollten Feind, anfangs im Doppelschritte,dann im vollen Laufe. In beiden Gelegenheiten rechtfertigte er den ihm beige-legten Namen des tapfersten Soldaten seiner Zeit. Wo Leiningen hielt, warjeder Angriff vergebens, wo er sich zeigte, kein Widerstand möglich. So beiWagram und bei Znaim. Hier wurden 2 Generale und mehrere Officicre an derSpitze der feindlichen Truppe entwaffnet und gefangen, und unaufhaltsam drangder Graf bis zur zweiten Brücke. Das Beispiel seiner Grenadiere reisst dieTruppen zur Begeisterung hin; alle eilen ohne Befehl, um an der VerfolgungTheil zu nehmen, selbst die Reserven und 2 Geschütze rücken ohne Auftrag vor. Dabrechen plötzlich aus einer Seitengasse ein paar Hundert feindliche Kürassierehervor, und da keine Reserven zu treffen sind, werfen sic sich den vorgedrun-genen siegenden Colonncn in die linke Flanke und schneiden sie in der Mitteab. Mehrere Grenadiere fallen, der Feind erobert die beiden Geschütze, befreitseine Gefangenen und verfolgt den Rest der Colonnen bis ans Stadtthor, woschnell der Sclilagbaum niedergelassen und der Feind so lange aufgehalten wird,bis Major Salis das 5. Bataillon Wiener Freiwilliger aus der Stadt führt und ihnauf derselben Strasse zurückwirft. Leiningon hatte sich in diesem Gemetzelseiner Gewohnheit nach der Gefahr so tollkühn ausgesetzt, dass er nahe daranwar gefangen zu werden.

Als die Verbündeten den Rhein überschritten hatten, beauftragte Fürst AloysLiechtenstein den Grafen mit der Einschliessung des Forts Joux, welches dieStrasse von Neufchätel nach Portalier sperrte und auf einem schroffen Felsengelegen, mit ausreichender Besatzung und 16 Kanonen versehen war. Der Grafgewährte der Besatzung nach einer vierzehntägigen Einsclilicssung am 15. Jänner1814 darum freien Abzug, weil der Besitz der Feste dem Blockade-Corps vorBesangon die gerade Verbindung mit der Schweiz eröffnete. Dann schloss Lei-ningen das Fort St. Andre ein ; dieses capitulirte am 21. Februar, und endlichim März Pierre-C h ätoi. Der Graf verblieb nach dem Pariser Frieden bei derOccupations-Armee in Frankreich. Im Jahre 1822 zum General-Major befördert,kam Leiningen als Brigadier nach Görz, erhielt 1829 das 31.Infanterie-Regimentund 1830 das Brigade-Connnando in Mainz. 1832 zum Feldmarschall-Lieutenantvorgerückt, ward er anfänglich in Gratz, dann als Militär-Commandant in Laibachund Innsbruck, und im Februar 1839 als Vice-Gouvcrneur von Mainz verwendet,wo ihm der König von Preussen den rothen Adler-Orden in Brillanten und der