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2 (1857)
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782
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LEININGEN - WESTERBURG, August Grat' zu, Feldmarschall - Lieutenant,geheimer Rath, Kämmerer, Inhaber des 81. Infanterie - Regim ents, war den19. Februar 1770 zu Grünstadt im bayerischen Rheinkreise geboren. Dieses alteGeschlecht gab dem Erzhause mehrere ausgezeichnete Krieger. Ein Leiningenblieb als Oberst bei Eugcn’s Überfall auf Cremona im Jahre 1702, ein zweiterstarb als General der Cavallerie den Heldentod in der Schlacht bei Oassano 1705 ;der Neffe des Grafen August, Feldmarschall-Lieutenant Christian, als Soldatund Staatsmann gleich ausgezeichnet, verschied zu Krakau am 1. October 1856,erst 44 Jahre alt und zu den schönsten Hoffnungen berechtigend. Graf AugustLeiningon hatte sehr jung holländische, später französische Dienste genommen.Unter Holland stand er als Oberlieutenant von 1785 bis 1787, unter Frankreichvon 1789 bis 1791 als Lieutenant.

Die Revolution veranlasste ihn die Charge zu (juittiren und seinen tapferenArm dem Kaiser zu weihen. Nachdem er einige Monate Cadet bei Le Loup-Jä^ern gewesen, ward ihm im November 1792 eine Fähnrichstelle bei Clerfayt-Infanterie Nr. 9, und im Jahre 1797 eine Lieutenantsstelle bei Callenberg-Infan-terie Nr. 54 zu Tlieil. Bei der Übergabe von Namur 1792 kriegsgefangen,wurde Leiningen als Geisel nach Paris abgeführt, wo er bis Ende 1795 bliebund sich selbst ranzionirtc. Mit dem Rcgimente Callenberg wohnte er dannden Feldzügen gegen Frankreich bis zum Lunevillcr Frieden, un’d dem Kriegein Deutschland 1805 als Ilauptmann bei.

Vor U1 m erkämpfte sich derGraf durch mutliiges Benehmen das Ritterkreuz.

Es war am 15. October, als die Franzosen gegen das Frauenthor, wie wir soeben bei Steyrer erzählt haben, stürmten, die Infanterie-Regimenter ErzherzogKarl und Rainer zum eiligen Rückzuge zwangen und in das Thor eindrangen.Leiningen, mit seiner Compagnie auf dem Walle links gegen das Neuthoraufgestellt, warf sich aus eigenem Antriebe dem Feinde entschlossen entgegen, hieltihn vom weiteren Vordringen auf und bemächtigte sich dreier eroberter Kano-nen wieder, nachdem er sich in Besitz des Frauenthores gesetzt hatte. Gleich-zeitig nahm er auch den feindlichen Bataillons-Chef, 15 Officiere und 300 Manngefangen. Durch diese glänzende Waffenthat, welche Tages darauf die ganze Gene-ralität dem tapferen Grafen bestätigte, war der Feind abgehalten, weiter in dieStadt zu dringen, diese also vor Plünderung bewahrt und die Garnison in dieLage gesetzt gegen unausbleibliche weitere Angriffe Massnahmen zu treffen, bisdie Capitulation dem Kampfe ein Ende machte. Unmittelbar nach dieser helden-müthigen Tliat wurde der Graf vom Feldmarschall - Lieutenant Mack im NamenSr. Majestät zum Major befördert.

Den Feldzug 1809 machte Leiningen als Oberst-Lieutenant und Grenadier -Bataillons-Commandant in Deutschland , und die grossen Kämpfe der Jahre 1813und 1814 als Oberst des Regiments Erzherzog Rainer mit. Seine schon früher