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Suworow’s nach Prag, um den Feldmarschall für den entworfenen Operations-plan zu gewinnen. Der Erfolg dieses, von Bellegarde mit seiner bekanntendiplomatischen Gewandtheit eingeleiteten Auftrages ward durch den Entschlussdes russischen Kaisers, seine Truppen in ihr Vaterland zurückzuzichen, vereitelt.
Nach dem verliängnissvollen Tage von Marengo erhielt Bellegarde mitder Beförderung zum General der Cavallerie den Oberbefehl des Heeres in Italien.Die Lage der Dinge im September 1800 bedingte an und für sich jede Verzicht-leistung auf andern Ruhm als den: ein schon früher geschlagenes Heer, ungeachtetder bedeutenden Übermacht des feindlichen Generals und dessen dem Völkerrechtewiderstreitenden Benehmens mit anbefohlener Vermeidung des Blutvergiessens, imthunlichst besten Zustande scr weit zurück zu führen, dass seine Verbindung nichtdurch den frühem Rückzug des andern kaiserlichen Heeres aus Deutschland gefähr-det wurde. Durch Klugheit, Mutli und Kraft, und wenn gleich in der SchlachtbeiPozzolo undValeggio am 25. und 26. December von Brune besiegt,gelang es der festen Hand Bellegarde’s, den seine Lage mannigfach erschwe-renden Umständen doch den mindest ungünstigen Ausgang abzuringen.
Nach dem Luneviller Frieden blieb Bellegarde commandirender Generalin Italien und im Jahre 1805 bei dem daselbst operirenden Heere unter ErzherzogKarl. In der Schlacht bei Caldiero eonnnandirte er den wichtigsten Tlieil derStellung, die Mitte, und erwarb sich in dieser Schlacht so grosse Verdienste, dassihn der Kaiser sogleich nach erhaltenem Siegesberichte mit dem Commandeur-krouze schmückte. Im Jahre 1806 erhielt Bellegarde das General-Commandoin Gratz, bald darauf jenes in Galizien mit der Ernennung zum geheimen Ratlie;bei der Stiftung des Leopold-Ordens im Jahre 1808 wurde er unter die Gross-kreuze aufgenommen.
Im Kriegsjahre 1809 zeigt sich Bellegarde wieder auf dem waffenwieder-hallenden Schauplatze als Befehlshaber des 1. und 2. Armee-Corps, welches vonBöhmen aus auf dem linken Donauufer agirte. Nachdem Davoust von Regens-burg zurückgedrückt wurde, ging Bellegarde über die Donau und stiess zurgrossen Armee. Die Tage von Aspern, Wagram und Znaim, wo er eben sogrosse persönliche Bravour als Umsicht bewies, nennen seinen Namen mit Aus-zeichnung; sie verschafften ihm die Feldmarschalls-Würde.
Nach dem Abschlüsse des Wiener Friedens wurde der Graf ausserordentlicher1 Iofcommissär in Galizien und Commandirender, und im April 1810 Hofkriegsraths-Präsident. Im Jahre 1812 leitete er die Aufstellung der Observations-Armee inGalizien; im April des folgenden Jahres war Bellegar de ein Glied der engenConferenz, um die den Umständen angemessensten Massregcln für die schleunigsteAufstellung und Rüstung des Heeres zu berathen. Wie umfangreich der Wirkungs-kreis für die Thätig’kcit des Grafen in der zweiten Hälfte des Jahres 1813 gewe-sen, erhellet daraus, dass der Stand der Armee zu Ende des Jahres 537,563 Mann