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2 (1857)
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corps der Marschälle Augereau, Ney, Soult, Davoust, Marmont, Bernadottc, Lannes,den kaiserlichen Garden und einer zahlreichen Reiterei unter Mu rat. Jedes Corps zu 20,000 Mann,die verbündeten Bayern, Württemberger und die übrigen deutschen Truppen zu 25,000 Mann,Murats Reiterei eben so stark, und die Garden zu 15,000 Mann angenommen, bildeten dieseTruppen eine Gesammtmacht von 205,000 Mann, von denen, nachdem der Feldzug in Deutsch-land etwa 20,000 Mann gekostet hatte, immer noch 185,000 Streiter übrig blieben. MassenasHeer in Italien bestand aus 7 Infanterie- und 3 Cavallerie-Divisionen, die nach der Vereinigungmit St. Cyr 75,000 Mann betrugen. Ney griff, wie erwähnt, die nördlichen Pässe Tirols,Augereau Vorarlberg an. Mit den übrigen Corps der Armee von Deutschland drang Napoleongegen den Inn vor.

Kutusow, viel zu schwach, so überlegenen Streitkräften zu widerstehen, zog sich hinterdie Traun, dann hinter die Enns zurück. Am 4. November erzwang der Feind den Übergang auchüber diesen Fluss. Die österreichische Infanterie unter Feldmarschall-Lieutenant Merveldt trenntesich von den Russen und zog gegen Steiermark; die hiedurch geschwächten Russen mit der österrei-chischen Reiterei unter Kienmayer gingen am 9. November bei Krems auf das linke Donauuferüber. Das unvertheidigte Wien fiel in die Hände des Feindes, zugleich auch die dortige über dieDonau führende Brücke, auf welcher er am 13. überging und nun das zurückziehende HeerKutusows zwischen die Reste des am 11. bei Dürnstein geschlagenen Corps von Mortier,und die Corps von Lannes, Soult und Murat zu nehmen und aufzureiben drohte. AlleinKutusow hatte sich bereits mit den letzten Colonnen seines Heeres vereinigt und zählte nun32,000 Mann. Bei S chöngrab en stand Bagration mit der 6000 Mann starken Nachhut, wo-bei sich die schwache österreichische Brigade des Generals Nostitz befand. Vergeblich griff derFeind am 16. dieses heldenmüthige Corps mit wenigstens 40,000 Mann an, er konnte die am 17. beiPorlitz erfolgte Vereinigung mit dem aus Wien zurückweichenden Corps nicht hindern, das nun, mitden Russen vereint, gegen Olmütz zurückzog, um sich dem herbeieilenden Heere Buxliövdensanzuschliessen. Die Vereinigung mit der ersten Colonne dieses Heeres erfolgte am 19. in Wischau.Am 22. bezog das Heer die Stellung bei Olschan, fast unter den Kanonen von Olmütz, und nun wardie letzte Colonne Buxhövdens ebenfalls zu ihm gestossen. Während der 7 Tage, die das ver-bündete Heer bei Olschan stand, vereinigten sich auch die russischen Garden mit ihm, und eszählte nun 85,000 Mann mit 16,000 Pferden.

Von Brünn aus hatte Napoleon die Verfolgung des österreichisch-russischen Heeres aufge-geben, und seine Truppen um diese Stadt in Cantonirungen verlegt. Bei Iglau standen Bernadotteund die Bayern unter Wrede dem Erzherzoge Ferdinand gegenüber, der mit seinem, gegen9000 Mann und 1298 Pferde starken Corps bei Czaslau angelangt war. Die Reste von Mortiersund ein Theil von Davousts Corps standen in Wien, der andere Theil von Davousts Truppenbeobachtete die March und hielt Pressburg besetzt.

Die bei Olmütz versammelte Macht war bedeutend, und die Hülfe des Erzherzogs Karl nahe.Napoleon war, ohne irgend eine Bedrohung seines Heeres zu beachten, in das Herz der Monarchiegedrungen, stand zwischen zwei mächtigen Armeen, von denen jede allein ihm gewachsen war, undkonnte, wenn nicht aufgerieben, doch zur Flucht genöthigt sein, noch ehe der am Isonzo stehendeMassena zu seiner Unterstützung herbeieilte. Eine glückliche Schlacht musste ihm zu Ife kommen.

Zunächts aus Mangel an hinreichenden Vorräthen beschloss das verbündete Heer, die an sichfeste Stellung zwischen Olschan und Olmiitz aufzugeben, Napoleon in seiner Stellung bei Brünn,welche Stadt derselbe in aller Eile hatte befestigen lassen, anzugreifen und so durch eine entschei-