1220 Ranch und Rufs.
Moder (ungefähr). 30,20
Stickstoffhaltiger, extraktartiger Stoff . . . 20,00
Asbolin.0,50
Kohlensäure Kalkerde mit Spur von Talkerde 14,66
Essigsäure Kalkerde.5,65
Schwefelsäure Kalkerde.5,00
Eisenhaltige phosphorsaure Kalkerde . . . 1,50
Essigsaures Kali.4,10
Chlorkalium.0,36
Essigsaures Ammoniak (ungefähr) .... 0,20
Essigsäure Talkerde.0,53
Kieselerde . ..0,95
Kohle.. . . 3,85
Wasser.. . 12,50
Spuren von Eisenoxyd
100 , 00 .
Was hier Moder (Brac. Ulmin) genannt wird, warnatürlicherweise im Rufs mit Essigsäure aus den essigsau-ren Salzen als saures Brandharz enthalten, welches einenTheil der Basen sättigt, die hier theils mit Essigsäure,theils mit Kohlensäure verbunden angenommen sind. —Wird der Rufs zu Asche verbrannt, so giebt er keineSpur von Gyps, weil das zerstört werdende Kalisalz koh-lensaures Kali bildet, womit sich der Gyps beim Glühenin schwefelsaures Kali und kohlensauren Kalk zersetzt.
Wird der Rufs für sich destillirt, so giebt er unge-fähr -i- seines Gewichts brenzliches Oel, nebst einer Flüs-sigkeit, die sowohl kohlensaures als essigsaures Ammoniak,aber weder schwefelsaures Ammoniak noch Salmiak ent-hält. Das brenzliche Oel wird von kaustischer Kalilaugeleicht aufgelöst, und bei einer nachmaligen Destillation wirdes, wie gewöhnlich, in Brandöl und Brandharz zerlegt.
Der Rufs wird als, Farbe angewendet. Fleisch, wel-ches man i bis 1 Stunde lang in eine Infusion von 1 Th.Rufs in 6 Th. kalten Wassers legt, läfst sich, wie geräu-chertes Fleisch, ohne zu verderben aufbewahren. Auchin der Heilkunde wird der Rufs angewendet.
Kienrufs, Lampenrufs. Kienrufs nennt man eine