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Krokonsäure.
färbt durch eine nicht weiter untersuchte Materie; wirdsie aber in der Sonne oder bei einer Temperatur vonungefähr-(-30° verdunstet, so schieisen zuerst eine Mengerotbgelber Krystalle an, nach deren Absonderung die Flüs-sigkeit beim freiwilligen Verdunsten zweifach kohlensau-res Kali und neutrales oxalsaures Kali absetzt, braunge-färbt von jener noch nicht untersuchten Substanz.
Die rotbgelben Krystalle enthalten Kali, in Verbin-dung mit einer eigeiuhümlichen Säure, die von LeopoldGmelin entdeckt, und von ihm Krokonsäure genanntworden ist.
Die Krokonsäure hat ihren Namen von y.gözen,Safran, weil sie eine gelbe Farbe hat. Sie wird rein er-halten, wenn man das durch Auflösen und Umkrystallisi-ren gereinigte Kalisalz in gepulvertem Zustand mit was-serfreiem Alkohol übergielst, der zuvor mit Schwefelsäurevon 1,78 spec. Gewicht (um die Bildung vön Weinschwe-felsäure zu vermeiden), und zwar in einer zur gänzlichenZersetzung des Salzes unzureichenden Menge, vermischtworden ist. Nach mehrstündiger gelinder Digestion undöfterem Umschütteln, versucht man, ob ein Tropfen derFlüssigkeit nicht mehr eine Auflösung von Chlorbaryumfällt, und ist diefs nicht mehr der Fall, so fihrirt mandie gelbe Auflösung ab, und läfst sie durch freiwilligeVerdunstung eintrocknen; die Säure bleibt dann als eingelbes Pulver zurück; es wird in wenig W asser aufge-löst und wieder freiwillig verdunsten gelassen, wo danndie Säure in pomeranzengelben, durchsichtigen, theils kör-nigen, theils feinen, prismatischen Krystallen anschiefst.Sie ist ohne Geruch, schmeckt stark sauer, zugleich zu-sammenziehend wie ein Eisensalz, und röthet das Lack-muspapier. Ob diese Krystalle chemisch gebundenes Was-ser enthalten, ist nicht untersucht. Bei -j-100° verändertsie sich nicht, aber bei stärkerer Hitze zersetzt sie sichund verkohlt, und die hierbei zurückbleibende Kohle ver-brennt ohne Rückstand. — Die Krokonsäure besteht, nachder Analyse von Gmelin, aus 5 Atomen Kohlenstoff und4 Atomen Sauerstoff, ohne Wasserstoff, welchen letzteren