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Flüchtige Brandöle,
eine leuchtende Flamme, wenn es mit diesem Oele inBerührung kommt. Es ist also bei der Untersuchung die-ser Gase von Wichtigkeit, bestimmen zu können, wieviel condensirbares Gas sie enthalten. Diefs geschieht amleichtesten mit Schwefelsäure. Sie absorbirt wohl auchölbildendes Gas, von dem sie, nach Faraday, bis 7 malihr Volum aufnehmen kann, aber diefs geht langsam, undwenn das Gas mit anderen gemengt ist, so ist die Ab-sorption von einigen Stunden unmerklich; aber in so vielZeit nimmt die Säure das condensirbare Gas vollständigauf. Faraday wendete ungefähr 6 Procent vom Volumdes Gases concentrirte Schwefelsäure über Quecksilber an,und fand so in gewöhnlichem Oelgas gegen 22,5 Proc.,in comprimirtem Gas, welches einen Theil seines Oelsverloren hat, ungefähr IS Procent, und in Steinkohlengas3,25 Procent. Man kann auch Baumöl anwenden, dasman zuvor mit ölbildendem Gas schüttelt, und dann indas Gasgemenge bringt. Es condensirt 6 mal sein Volumvom Gase der flüchtigsten Verbindung, und mehr vondem der anderen. — Diese flüchtigen Oele sind aufser-dem ein vortreffliches Auflösungs-Mittel für Kautschuck,und übertreffen darin alle andere.
Diese Untersuchung bietet die interessante Thatsachedar, dafs zwei, ihren Eigenschaften nach verschiedene Kör-per vollkommen gleiche Zusammensetzung, hinsichtlich derElemente und ihrer gegenseitigen Proportionen, habenkönnen, nur mit dem einzigen Unterschiede, dafs das zu-sammengesetzte Atom des einen mehr Atome von jedemElemente, als das des anderen enthält. Wir haben gese-hen, dafs zwei Gase gleich zusammengesetzt sind, dafsaber das eine in einem gegebenen Volum doppelt so vieleeinfache Atome enthält, als das andere, und daraus folgteeine bestimmte Ungleichheit in physischen und chemischenCharacteren. Faraday führt zu Gunsten eines solchenUmstandes Wöhler’s und Gay-Lussac’s und Lie-big’s Cyansäuren an. Die sichere Kenntnifs dieses Punk-tes ist für die Lehre von der Zusammensetzung der vege-tabilischen und animalischen Körper von so grofser Wich-