Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
1197
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durch Compression des Oelgases condensirt. 1197

gekühlt wurde; hierbei bildeten sich darin lyystalle (dasDestillat bei —SO 0 erstarrte zur Hälfte, das bei -J-8S 0wurde durchaus fest); mittelst einer abgekühlten, zuge-schmolzenen Glasröhre wurde das Erstarrte zusammen^-drückt und die Flüssigkeit abgegossen. Es wurde nunwieder geschmolzen, wieder abgekühlt, und mm zwischenerkältetem Flielspapier ausgeprefst, zuerst in dem Glasge-fäfse, und dann in einer ebenfalls erkälteten Brama’schenPresse, um auf dieselbe Art, wie man bei den OelenStearin von Eiein trennt, den erstarrten Theil von demnoch flüssigen zu trennen. Der auf diese Weise erhal-tene Körper ist über 0° flüssig. Er riecht wie das Gas,woraus er condensirt wurde, aber zugleich etwas nachbittern Mandeln. Sein spec. Gewicht bei -f-15° ist gegen0,S5. Bei 0° wird er fest, schmilzt aber nicht eher alsbei -J-5°,5. Im Gestehungs-Momente zieht er sich von 9zu 8 Volum zusammen; sein spec. Gewicht in fester Formist also 0,956. In fester Form ist er durchsichtig oderweifs, hart, ungefähr wie Zucker, spröde und pulvrig.An der Luft verfliegt er ohne Rückstand. In Glas kochter bei -J-S5°,5. Das spec. Gewicht seines Gases, auf*-j-15°6 reducirt, ist 2,752. Er ist Nichtleiter der Elek-tricität. In Wasser ist er wenig auflöslich, leicht und inMenge aber in Alkohol, Aether, fetten und flüchtigenOelen. Die Auflösung in Alkohol wird von Wasser ge-fällt. Er brennt mit einer klaren Flamme und vielemRauch, und verdampft in Sauerstoffgas in hinlänglicherMenge, um es explodirend zu machen. Durch eine glü-hende Röhre geleitet, setzt er Kohle ab, und verwandeltsich in Kohlenwasserstoffgas. Im Sonnenlichte absorbirter Chlor, wobei sich salzsaures Gas und eine feste undeine flüssige Verbindung mit Chlor bildet, welche Fara-day noch nicht untersucht hat. Jod löst sich darin ingeringer Menge mit rother Farbe auf, ohne ihn aber zuverändern. Kalium wirkt nicht darauf bei -|-85°,5; ebenso wenig kaustische oder kohlensaure Alkalien. Salpe-tersäure greift denselben an und färbt sich roth. Dervon der Flüssigkeit unaufgelöste Theil wird beim Erstarren

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