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3,2 (1828)
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Naphthalin.

Temperatur wurde nachher noch 20 Stunden lang ange-halten,, wobei sich ungefähr i. vom Gewicht der MasseNaphthalin daraus sublimirte. Das erhaltene Oel, dessenspec. Gewicht 0,9204 war, kochte bei -J-9S 0 , und hin-terliefs beim Abdampfen ungefähr i seines Gewichts Naph-thalin.

Das Naphthalin wird vom Oel durch Auflösen in Al-kohol und langsames Erkalten, oder freiwillige Verdun-stung gereinigt und in Krystallen angeschossen erhalten.Es kann auch durch Sublimation gereinigt werden, wobeidas Brandöl zuerst abdunstet.

Es ist farblos, hat in einiger Entfernung einen ange-nehmen Geruch nach Flieder (Syringa vulgaris), undschmeckt brennend und aromatisch. Beim langsamen Ab-dampfen kiystallisirt es aus seiner Auflösung in Alkohol,so wie bei sehr langsamer Sublimation in einem Glas-kolben, dessen Boden längere Zeit gelinde erwärmt wird,oder in einem langhalsigen Glaskolben, worin man esmit Wasser kocht, in dünnen rhombischen Tafeln. Wennes aus einer Auflösung in 10 Theile Alkohol anschiefst,so spielen die Krystallsclmppen, wie das chlorsaure Kali,mit allen Regenbogenfarben. Als Pulver fühlt es sichweich an; es sinkt in Wasser unter, verdunstet langsamin der Luft, die danach riechend wird; es schmilzt leichtbeim Erhitzen, und fängt bei -j-S2° zu erstarren an, wo-bei es krystallinisch wird; bei ~j~ 210° kommt es in’sKochen und sublimirt sich. In offener Luft entzündetes sich schwer und verbrennt mit rufsender, leuchtenderFlamme und unter Absetzung von aufserordentlich vielRufs, der rund herum in Flocken niederfällt. Es reagirtweder auf freie Säure, noch auf Alkali, ist in kaltemWasser unlöslich, wird aber von kochendem wenigstensin solcher Menge aufgenommen, dafs dieses beim Erkal-ten milchicht wird, und die liltrirte Flüssigkeit schmecktund riecht schwach nach Naphthalin. In Alkohol undAether ist es leicht auflöslich. 1 Theil Naphthalin wirdvon vier Theilen warmen Alkohols aufgelöst, der beimErkalten gesteht, indem er eine Zusammenhäufung von