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3,2 (1828)
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Thccr und Pech.

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rei zara Schwellen der Häute und mehrerein andern Be-huf gebraucht. Der Theer ist übrigens in Alkohol undAeiher löslicli und läfst sich mit letten und flüchtigenOelen mischen.

Wird der Theer mit Wasser destillirt, so geht einGemenge von Terpenthinöl mit viel Brandöl und etwasBrandharz über, das braun ist und einen starken unange-nehmen Geruch hat. Dieses Oel wird Pech öl genannt.Durch Umdesiilliren mit Wasser wird es farblos. — Inder Destillirblase bleibt eine geschmolzene Masse zurück,die beim Erkalten erhärtet und Pecli fFix sicca odernavalisJ genannt wird. Das Pech wird indessen nichtgewöhnlich durch Destilliren mit Wasser bereitet, son-dern man kocht den Theer in offenen Kesseln bei gelin-der Wärme ein, wobei die weniger flüchtigen Theile desPechöls auf im Rauchfange aufgehängten Reisbündeln auf-gesammelt werden. Das so gesammelte Pechöl enthältindessen sehr viel Theer und ist so dickflüssig, dafs esan den Reisern kleben bleibt. Es wird davon abgelöstund in Tonnen verwahrt.

Das Pech besteht aus Brandharz und Colophon, dasMeiste ist jedoch Brandharz. Es ist bei -j-33° weich, sodafs es sich kneten und ausziehen läfst; und wird eineeben in den Händen geknetete Kugel von weichem Pechheftig auf den Boden geworfen, so zerspringt sie mit gla-sigem Bruch. Das Pech schmilzt in kochendheifsem Was-ser, ist in Alkohol und sowohl in kaustischen als kohlen-sauren Alkalien auflöslich.

Theer und Pech haben eine ausgedehnte Anwendung.

O ö

Der Theer wird zu Wagenschmiere und zum Bestreichenvon Holz- und Tauwerk, um den Einflufs von Wasserund Luft zu verhindern, angewendet. Eben so und zunoch vielem anderen Behuf das Pech. Dünner Theerund Pechöl werden, statt des fetten Oels, zur Gasbe-leuchtung angewendet, und machen unstreitig das zweck-mäfsigsle und am wenigsten kostbare Material zu diesemEndzweck aus.

Eine Art von dünnem Theer wird in Rufsland aus