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Tliccr und Pech.
dasselbe flüssig macht, wo sie denn beide mit einanderauf den Boden der Grube fliefsen, von wo sie in dieRinne ausfliefsen. Zu Anfang der Operation kommt vielHolzsäure mit einem dünneren Theer, dann aber beständigweniger Flüssigkeit und mehr consistenter Tlieer. Nach-dem sich die Hitze allmählich bis zum Boden der Grubeausgebreitet hat, ist die Operation beendigt, und in derGrube bleibt eine glänzende, dichte und schwere Kohlezurück, die man Theerkohle nennt.
In Deutschland, wo das Holz größeren Werth alsbei uns in Schweden hat, bedient man sich, statt derGrube, eines stehenden Cylinders von Eisenblech, derunten eine Ablaufrinne hat, und oben, nach Einfüllungdes Theerholzes, luftdicht verschlossen werden kann; umdenseilten ist in kleinem Abstand ein anderer Cylindergemauert, so dal’s nun zwischen beiden gefeuert werdenkann. Auf diese Weise läfst sich die Hitze besser reguli-ren, und es geht weniger Theer verloren. Zu Anfangdieser Operation fliefst ein harzhaltiges Liquidum, die so-genannte Theergalie, aus, auf deren Oberfläche sich nacheiniger Ruhe ein flüssiges, wenig gefärbtes Harz ansam-melt, welches durch Destillation mit Wasser eine Artstinkenden Terpenthins (Kienöl, Oleum templinum oderOleum pini ) giebt, und in dem Destillationsgefäfse dassogenannte weifse Pech (Pix alba) zuriickläfst. Es istanzunehmen, dafs diefs durch die trockne Destillation ausdem Holze fast ohne Veränderung ausgetriebene Substan-zen sind.
Der Theer ist eine zähe, braune, halbflüssige Massevon eigenem Geruch, die sich lange weich erhält, ohnezu erhärten. Er besteht aus mehreren mit Essigsäure ver-bundenen Brandharzen und aus Colophon, die sämmtlichtheils in Terpenthinöl, tlieils in Brandöl zu der halbflüs-sigen Masse aufgelöst sind. Wird Theer mit V r asser an-gerührt, so bekommt dieses eine gelbe Farbe und denGeschmack des Theers, sowie die Eigenschaft, sauer zureagiren. Diese Auflösung wird Theerwasser, Aqua pi-cea, genannt, und mitunter als Heilmittel, in der Gerbe-