Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
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1147
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Saures Brandharz.

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weil, wenn er mit Salz- oder Schwefelsäure gefällt, dar-auf in kohlensaurem Natron aufgelöst, eingetrocknet undentweder für sich oder mit ein wenig Salpeter verbranntwird, sich in dem Rückstand keine Spur von Schwefel-säure oder Salzsäure findet. Er ist nach dem Trocknenpulverförmig, nimmt zwischen den Fingern etwas Zusam-menhang an, und bildet, mit Essigsäure befeuchtet, wie-derum einen pechähnlichen Stoff, von dem aber die Säure,mit Zurücklassung eines pulverförmigen Stoffs, verdunstet.Dieser ist löslich in Alkohol. Bei Wiederauflösung inAlkali wird dieselbe Verbindung wie zuvor wieder her-gestellt ; wird er aber sehr lange gewaschen oder zumehreren Malen mit Wasser gekocht, so verliert er end-lich seine Reaction auf Lackmuspapier, und man erhälteine gelbe Auflösung, welche, nach Verdunstung, einebraungelbe, extraktähnliche, in Wasser schwerlösliche Massezurückläfst, die auf freie Säure reagirt. Das in sieden-dem Wasser Unlösliche ist nun schwerlöslich in Alkohol,schmilzt unvollständig und läfst eine Kohle zurück, welcheangezündet wie Zunder verglimmt, und sich nach derWiederauflösung in Alkali ganz wie Moder verhält. Diegenau gesättigte Verbindung dieses Brandharzes mit Na-tron wird reichlich von Salzen der Erden gefällt, welchedas Brandharz aufnehmen und sich damit niederschlagen,während sie die Säure an das Alkali des Brandharzesabtreten.

Die saure Flüssigkeit, aus welcher sich dieser Stoffgefällt hat, ist nicht farblos, sondern gelbbraun, undwenn diese mit dem säuerlichen Waschwasser bei gelin-der Wärme fast zur Trockne verdunstet wird, so setztsich ein sehr weiches Brandharz ab, welches bei gewöhn-licher Temperatur der Luft nicht erhärtet. Durch Fäl-lung aus der Verbindung mit Alkali, durch Waschen undKochen, wird also das Brandharz auf eine ähnliche Weisezerlegt, wie zuvor die Verbindung mit Alkali, aber weitvollständiger.

Der Theil der Verbindung des Brandharzes mit Na-tron, welche nicht vom Alkohol gelöst wird, hat ver-III. 73