Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
1128
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1128 Bcrgthcer.

anwendet. Diese Naphtha reinigte de Saussure von demfremden riechenden Stoff, und fand sie nachher mit deroben beschriebenen identisch. Er behandelte sie zuerstmit Schwefelsäure, die nach wochenlanger Berührungund täglicher Umschüttelung eine pechartige, übelriechendeSubstanz abschied, darauf schüttelte er sie mit einer Auf-lösung von 1 Th. Kalihydrat in 20 Th. Wasser, und hier-auf endlich schüttelte er das Oel abwechselnd mit Luftund mit Wasser so lange, als noch letzteres dadurch mil-cliicht wurde, wodurch er die Naphtha rein erhielt.De Saussure fand übrigens, dafs die Naphtha, die durchDestillation von Petroleum von Gabian und aus dem De-partement lAix in Frankreich erhalten werde, mit derrectificirten Naphtha von Amiano identisch war.

Naphüia und Petroleum werden in der Chemie zurAufbjwahrung des Kaliums und anderer sehr oxydirbarerMetalle angewendet; in der Pharmacie werden sie alsHeilmittel gebraucht, und ihre allgemeinste Anwendungist als Brennmaterial zur Erleuchtung, da wo ihr Piauchnicht beschwerlich werden kann.

ßergtheer, ist ein mineralisches Product, von derConsistenz und Farbe des gewöhnlichen Theers, erhärtetin der Kälte, so dafs es sich brechen läfst, hat einen un-angenehmen Naphthageruch, und schwimmt auf Wasser.Er läfst sich entzünden und brennt wie Naphtha mit kla-rer, rußender Flamme, und läfst Asche zurück. Der Berg-tlieer ist nicht näher chemisch untersucht; er besteht auseiner in Naphtha aufgelösten, und dadurch halb flüssig ge-machten, asphaltartigen Substanz, die sich durch Destilla-tion mit Wasser trennen lassen. Er kommt in Persien,Frankreich, in der Gegend von Clermont, am Puy de laPege und mehreren anderen Stellen vor. Er wird zu den-selben Endzwecken, wie Theer von vegetabilischem Ur-sprung, nämlich zum Betheeren vonPIäusern, Tauen u. dgl.angewendet; er macht einen Bcstandtheil der Firnisse zurBeschiitzung des Eisens vor Rost aus, und soll auch zu-weilen ein Ingredienz vom schwarzen Siegellack sein.

Eine im Aeufseren, dem gewöhnlichen Pech ganz ähn-