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3,2 (1828)
Entstehung
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"Wein.

händler verfälschen öfters den rothen Wein auf die Weise,dafs sie Wein mit anderen Färb- und Gerbstoffen, wiez. D. Brasilienholz, Heidelbeeren, Hollnnderbeeren (sowohlvon Sambucus nigra als Ebulns), rothen Rüben etc., fär-ben. Mehrere Chemiker haben Mittel aufzufinden gesucht,wodurch sich diese Verfälschungen entdecken lassen.

Vogel schlägt vor, den zu untersuchenden Wein miteiner Auflösung von Bleizucker zu vermischen; der ächte,unverfälschte Wein giebt damit einen grüngrauen Nieder-schlag, während derselbe indigblnu wird, wenn die Farbedes Weins von Brasilienholz, Hollunderbeeren oder Hei-delbeeren herrührt, und roth, wenn der Wein mit Fer-nambuk, Sandelholz oder rothen Rüben gefärbt ist. DerWein selbst wird farblos, wenn die Farbe von Brasilien-holz oder Heidelbeeren herrührte, bleibt aber roth beiHollunderbeeren, selbst wenn das Bleisalz im Ueberschufszugesetzt wird. Vogel giebt ferner an, dafs Kali, zueinem mit Brasilienholz gefärbten Wein gesetzt, demsel-ben eine roüibraune Farbe ertheilt, dagegen aber einegrüne, wenn er mit Heidel- oder Hollunderbeeren gefärbtwar. Kalkwasser giebt in ächtem rothen Wein einengelbbraunen Niederschlag, in mit Brasilienholz gefärbtemeinen rotbbraunen, mit Hollunder- oder Heidelbeeren einengrünen, und der mit rothen Rüben gefärbte verliert da-durch die Farbe und wird gelb, Avird aber von Säurenwieder rolh. Indessen sind diese Proben nicht ganz zu-verlässig in Absicht auf den ächten Wein, dessen Farb-stoff, je nach dem verschiedenen Alter des Weins, un-gleiche Reactionen giebt. Junger rolher Wein z. B.wird von Bleizucker gewöhnlich blau gefärbt. Neesvon Fisenbeck hat daher eine andere Probe vorgeschla-gen, welche die Verfälschung sicherer anzeigen soll. Nachihm soll man l Th. Alaun in 11 Th. Wassers, und 1 Th.kohlensaures Kali (gereinigte Pottasche) in S Th. Wassersauflüsen. Man vermischt den Wein mit einem gleichenMaafs von der Alaunnuflösung, wodurch seine Farbe hel-ler wird. Hiezu gielst man nun nach und nach von derKaliauflösung, mit der Vorsicht, dafs nicht der ganze Thon-