bereitet und zu Getränken gebraucht werden, und dieman Wein, Bier etc. nennt.
W e i n.
Der Wein wird auf folgende Art gewonnen: dieWeintrauben -werden in ein Fafs geschüttet und darin zer-quetscht, w r as häufig dadurch geschieht, dafs ein Menschmit blofsen Füfsen sie zertritt; diese Masse wird nun mit-unter, so wie sie ist, gäliren gelassen oder sie wird vonden Kernen und Schalen durch eine eigens dazu einge-richtete Presse befreit. Sie wird hierauf in offene Ku-fen von Holz oder Stein gebracht, die theils mit einemDeckel bedeckt, theils offen gelassen werden und in einemKeller stehen, worin der Traubensaft einer Temperaturvon -}-10° bis 15° ausgesetzt ist. Er fängt dann bald anzu gäliren, was sehr lange anhält. Wenn die Gährungabzunehmen anfängt, wird sie wieder von Neuem dadurchin Gang gebracht, dafs man vermittelst eines Stabes dieMasse umrührt, was auch in Frankreich oft auf die un-reinliche Weise geschieht, dafs eine nackte Person in dieKufe steigt und darin herurngeht, bis Alles umgerührtist *). Die Gährung tritt hierauf wieder ein5 und wennnun auch diese beendigt ist, so klärt sich der Wein undwird auf Tonnen oder Fässer gelassen. Während des Auf-bewahrens in diesen, gährt er noch weiter fort, anfangsunter Absetzung von Hefe, die sich aber gröfstentheils zuBoden setzt, wo sie von zweifach weinsaurem Kali be-festigt wird,, welches sich zugleich in dem Grade absetzt,als sich mehr Alkohol im Wein erzeugt, wodurch sich dasVermögen der Flüssigkeit, das saure Salz aufgelöst zu er-halten, vermindert. Diese abgesetzte Masse wird W e in-stein (Tartarusj genannt, und enthält das erwähnte,durch weinsauren Kalk verunreinigte Salz, Hefe, Extrakt-absatz und fremde Körper, die beim Abziehen der gegoh-renen Flüssigkeit auf Tonnen mitgefolgt sind, und z. B.
Thenard bemerkt, dafs hierbei viele Menschen das Leben ver-lieren, indem sie von dem Kohlensäuregase erstickt werden.