Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
911
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Korksäure. Öll

wobei die überschüssige Salpetersäure grofsentheils verjagtwird. Die Masse wird hierauf mit einer grofsen Mengekochenden Wassers vermischt und damit eine Weile di-gerirt. Hierbei scheidet sich eine wachsartige, auf derFlüssigkeit schwimmende und eine holzartige, niederfal-lende Substanz ab. Die erkaltete Auflösung wird fihrirtund im Wasserbade so weit abgedampft, bis sie beim Er-kalten pulverförmige, weifse Korksäure abzusetzen anfängt.Zugleich bilden sich Iyrystalle von Oxalsäure. Die pul-verförmige Säure wird in wenig kochendem Wasser auf-gelöst, sogleich filtrirt und die Säure beim Erkalten sichabsetzen gelassen. Nach Brandes soll man sie nun inkaustischem Ammoniak auflösen, tun etwas oxalsaurenKalk abzuscheiden, und darauf durch eine andere Säurewieder niederschlagen. Vollkommen rein möchte sie wohlnur durch Sublimation erhalten W'erden. Die Kork-säure bildet, so wie sie aus ihrer Auflösung in Wassererhalten wird, ein weifses, erdiges Pulver, das schwachsauer schmeckt, Lackmus röthet, sich nicht in der Luftverändert, bei + 54° schmilzt und bei + 52° zu einerkrystallinischen Masse gestehet. Stärker erhitzt, sublimirtsie sich mit einem dicken, stechenden Rauch, der sich zulangen Nadeln condensirt, und hinterläfst ein wenig Kohle.Wird die krvstallisirte Säure in kochendem W r asser auf-gelöst, so schlägt sie sich daraus wieder pulverförmig nie-der. In kaltem Wasser ist sie schwer auflöslich, wovonsie, nach Brandes, 100 Th. bei -)- 9° und 86 Th. bei+ 12° braucht. Dagegen wird sie bei +84° von 5 Th.,und bei völliger Siedhitze von 1,87 Th. Wassers aufgelöst.Von wasserfreiem Alkohol braucht sie bei + 10°4,56,und von kochendem nur 0,87 ihres Gewichts zur Auflö-sung, und scheidet sich daraus wieder pulverförmig ab,so dafs die ganze Masse gesteht. Von Aether braucht sie10 Th. bei +4°, und irn Kochen 6 Theile. KochendesTerpenthinöl löst sein gleiches Gewicht davon auf, undbeim Erkalten gesteht die Auflösung, behält aber bei + 12°nur 0,06, und bei + 5° nur 0,05 aufgelöst. Sie läfst sichmit fetten Oelen zusammenschmelzen. Die Zusammen-