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3,2 (1828)
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Korksäurc.

Strontiansalz schiefst in feinen Blättchen an und istnoch leichter auflöslich. Das Kalksalz krystallisirt ingrofsen, geschoben vierseitigen Prismen; es ist in 5 Th.kalten und in noch viel weniger kochenden Wassers auf-löslich. Es enthält 37,5 Proc. Krystallwasser, dessen Sauer-stoff das Achtfache von dem der Base ist. Das Talk-erdesalz ist leicht auflöslich; es krystallisirt in grofsen,vierseitigen Prismen, mit 2 breiteren Flächen, und mit2 Flächen zugespitzt, und wird in der Luft feucht. Esbraucht zur Auflösung Gi Th. kalten Wassers und unge-fähr 50 Th. kalten wasserfreien Alkohols. Das Mangan-oxydulsalz ist leicht auflöslich und schiefst in feinenBlättchen an. Das Eisenoxydsalz bildet einen volumi-nösen, rothbraunen Niederschlag. Das Nickelsalz istschwerauflöslich und grün. Die Salze von Zink-, Blei-,Zinn- und Silberoxyd, so wie das Quecksilber-oxydulsalz, bilden weifse Niederschläge. Das Kupfer-oxydsalz ist ein grüner Niederschlag, der beim langsa-men Erhitzen zuerst blau, dann wieder grün, zuletztschwarz und zersetzt wird. Das Uranoxydsalz ist un-auflöslich, gelb. Das Platinoxydsalz gelb, schwerlös-lich. Die Camphersäure ist 1785 von Kosegartenentdeckt worden. Die vollständigsten Untersuchungendarüber sind von Bucholz und Brandes.

Korksäure. Diese Säure erhält man, wenn 1 Th.geraspelter oder fein zerschnittener Kork (oder Binde vonanderen Bäumen, leinene Lumpen oder Papier) in einerRetorte mit 6 Th. Salpetersäure von 1,26 spec. Gewichtübergossen und damit so lange digerirt wird, als sich nochStickstoffoxydgas entwickelt, während man die übergegan-gene Säure immer wieder in die Retorte zurückgiefst. DieMasse schwillt auf, wird weifs und löst sich nach undnach auf, und es scheidet sich ein wachsartiges Fett ingeschmolzenem Zustand auf der Oberfläche cler Flüssigkeitaus. Nach beendigter Einwirkung wird die Flüssigkeitin eine Porzellanschale ausgegossen und im Wasserbadeoder bei sehr gelinder Wärme, und unter beständigemUmruhren, zur Consistenz von dünnem Honig abgedampft,