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3,2 (1828)
Entstehung
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Cautschuck.

kelt sich schwellichtsaures Gas, clas Cautschuck geht ingeschmolzenen Zustand über und die Masse wird tcrpen-thinartig. Wasser scheidet daraus eine harzähnliche, er-härtende Masse aus. Salpetersäure färbt dasselbe gelb,und die rauchende löst es in der Wärme mit dunkel-brauner Farbe und unter Entwickelung von Stickstoffoxyd-gas auf. Aus dieser Auflösung schlägt Wasser gelbe Flok-ken nieder, die in Alkohol, Säuren, Alkali, nicht aberin flüchtigen Oelen auflöslich sind. Diese Substanz ver-

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brennt bei einer Temperatur von -f-100°. Das Cautschuckist in Alkali unauflöslich. Faraday kochte reines Caut-schuck mit so concentrirtem Kalihydrat, dafs es bei gewöhn-licher Temperatur erstarrte, ohne dafs sich jenes auflöste,es wurde aber dabei an den Kanten perlfarben, und quoll,ungefähr so, wie in reinem Wasser, etwas auf.

Der Saft, woraus sich das Cautschuck absetzt, ent-hält, nach Faraday, in 100 Theilen 31,7 Cautschuck,1,9 Pflanzeneiweifs und Spuren von Wachs, 7,13 eineseigenen, bitteren, in Wasser und Alkohol mit braunerFarbe löslichen Stoffes, der von salpetersaurem Bleioxydgefällt wird und Stickstoff enthält, 2,9 einer in Wasser undnicht in Alkohol auflöslichen Substanz, und 56,37 Wassermit einer geringen Menge freier Säure, die salpetersauresBleioxyd fällt und Eisenoxydsalze grün färbt, ohne siezu fällen. Diese Substanzen linden sich nun in gewöhn-lichem Cautschuck eingetrocknet und eingeschlossen, wennauch nicht gerade ganz in dem angegebenen Verhältnifs,doch in bemerkenswerther Menge, weshalb auch das spec.Gewicht dieses Cautschucks gröfser ist, nämlich 0,9335.

Das Cautschuck soll, nach Faradays tmd UresUntersuchungen, keinen Sauerstoff enthalten. Faradayfand es zusammengesetzt aus 87,2 Th. Kohlenstoff und12,8 Th. Wasserstoff, was nahe 4 Atomen Kohlenstoffund 7 Atomen Wasserstoff entspricht; hiernach ist dieprocentische Zusammensetzung 87,5 Kohlenstoff und 12,5Wasserstoff.

Die Anwendung des Cautschucks ist sehr grofs undwird mit der Zeit noch gröfser. Die allgemeinste ist,