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3,2 (1828)
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Cautschuck.

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werden könne. Mit anderen flüchtigen Oelen ist clieisnicht der Fall, sondern es wird klebrig und schmierig.

Für sich erhitzt, erfordert das Cautschuck -(-120°,und darüber, zum Schmelzen, und einmal geschmolzen,verträgt es, ohne Zersetzung, eine noch weit stärkereFlitze. Nach dem Erkalten ist es schmierig, klebrig undhalbflüssig, wie venetianischer Terpenthin, in welchemZustand es sich jahrelang erhält; aber als dünne Flaut,der Luft ausgesetzt, trocknet es endlich und wird hart,wozu jedoch mehr als ein Jahr erforderlich ist. In die-sem Zustand ist es in Alkohol von 0,815 unauflöslich oderwenigstens höchst unbedeutend auflöslich; dasselbe ist auchmit concentrirten Auflösungen von kaustischem Alkali derFall, woraus sich nach dem Filtriren durch Sättigen miteiner Säure nur sehr wenig niederschlägt. Wird Caut-schuck sehr stark erhitzt, so fängt es an zu rauchen undgiebt einen eigenen, nicht unangenehmen Rauch, der sichzuletzt entzündet und mit klarer, aber rufsender, Flammeverbrennt. Bei der trocknen Destillation geht ein brenz-liches Oel über, und es bilden sich brennbare Gase, aberweder Kohlensäure, noch Wasser, noch Ammoniak. Vondem rohen, in Form von Flaschen zu uns kommendenCautschuck erhält man bei der Destillation sowohl Was-ser, als Kohlensäure und Ammoniak, die von den darinenthaltenen fremden Stoffen herrühren.

Das Cautschuck ist in der Luft unveränderlich, undwird nicht von Gasen, wie Chlorgas, schweflichtsauremGas, Chlorwasserstoffsäuregas, Ammoniakgas, Fluorkiesel-gas u. a., angegriffen, ein Umstand, der dasselbe zu einerganz unentbehrlichen Substanz bei chemischen Untersuchun-gen macht. Von Schwefelkohlenstoff wird es nicht auf-gelöst, aber etwas davon durchdrungen. Von verdünn-ten Säuren Wird es nicht aufgelöst oder angegriffen, unddie concentrirten wirken ebenfalls nicht anders, als durchgegenseitige Zersetzung, darauf. Concentrirte Schwefel-säure damit digerirt, verkohlt es nur oberflächlich, bildetkeinen Gerbstoff, und selbst nach Monaten ist noch vieldavon unzersetzt übrig; bei erhöhter Temperatur entwik-