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Cautschuck.
reinen Wasser erhält sich das Cautschuck besser suspen-dirt, ohne aufzuschwimmen, weshalb man erst etwas Koch-salz oder Salzsäure zusetzen kann, die man dann, nach-dem alle fremden vegetabilischen Stoffe ausgewaschen sind,mit reinem Wasser wesnimmt. In diesem Zustand erhältman nun das Cautschuck rein, aber durchdrungen mitWasser und in so feiner Vertheilung, das es sich bei demgei-ingsten Umrühren mit dem Wasser wieder zu einerMilch vermischt, die sich nur langsam klärt, und worindas Cautschuck keine andere Art von Veränderung erlei-det, als dafs es an der Berührungsfläche mit der Luftnach und nach zu einer dünnen Haut gesteht. In diesemZustand ist das Cautschuck milchweifs; um es zusammen-hängend und elastisch zu bekommen, braucht man es nurvon dem Wasser zu befreien, was entweder durch Ver-dunsten oder dadurch geschieht, dafs man es auf Körperlegt, die das Wasser einsaugen, wie Löschpapier, Ziegel-steine u. dergl. Sobald es eine gewisse Portion Wassersverloren hat, längen die Theile an, zusammenhängend zuwerden, wobei es weifs bleibt; nach und nach vermehrtsich, mit dem Weggehen des Wassers, der Zusammen-hang, und es bildet bald eine weifse, undurchsichtige,elastische Haut, die, nach der völligen Verdunstung desWassers, wie eine Hausenblasengelee, durchsichtig undfarblos wird, ohne alle Zeichen von faseriger Textur.Sobald das Cautschuck zusammenhängend zu werden an-gefangen hat, läfst sich daraus leicht durch Pressen eingrofser Theil des Wassers entfernen. Es behält in die-sem Zustande die Form des Gegenstandes, auf den manes gestrichen hat.
Man kann sich vorstellen, dafs die Ursache dieserErscheinungen die ist, dafs das Cautschuck, so wie es indem Safte der Pflanze erzeugt wird, mit Wasser verbun-den und davon auf eine Art durchdrungen ist, die dasZusammenhalten der kleinsten Theilchen gänzlich verhin-dert, weshalb sie sich so leicht in der Flüssigkeit wie eineMilch aufschlämmen lassen. Sobald das Wasser bis zueinem gewissen Grade abgeschieden wird, und die klein-