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kommen, zeigt, daß ihre Bestandteile nicht alle in Was-ser auflöslich sind. Aufser Harz und Gummi können sieeine Menge anderer Stoffe enthalten; solche sind gewöhn-lich eine geringe Menge flüchtiges Oel, bei einigen einscharfer oder giftiger Stoff, Cautschuck, Salze von Kalkund Kalkerde mit PHanzensäuren, Extraktivstoff u. a.
Obgleich also diese Gummiharze keinen ihnen be-sonders eigenthümlichen Bestandteil enthalten, so verdie-nen sie doch unsere Aufmerksamkeit, teils als eigenechemische Producte der Thätigkeit des Pflanzenlebens,teils wegen der Anwendung vieler derselben in der Heil-kunde.
Die gemeinschaftlichen chemischen Charaktere derGummiharze sind folgende: Mit Wasser behandelt, lösensie sich schwer und unvollständig auf, und werden siemit Wasser geschüttelt oder gerieben, so wird das Unauf-gelöste zu einer Emulsion aufgeschwemmt, die sich bis-weilen sehr lange als solche erhält. Alkohol löst sie eben-falls nur unvollständig auf, und hinterläßt zwischen X undX ihres Gewichts unaufgelöst; die Auflösung ist aber klar.Besser sind sie in schwachem Spiritus auflöslich, weil der-selbe Harz, Gummi, Extraktivstoff und Salze aufzunehmenvermag. Vollständig werden sie nur von verdünnten Auf-lösungen von kaustischem Alkali aufgelöst, wobei nur zu-fällige Einmengungen oder niedergeschlagene Salzbasen un-aufgelöst bleiben. Auch von Säuren, zumal concentrirten,werden sie besser, als von Wasser aufgenommen, werdenaber dabei von den Mineralsäuren meistens zersetzt. Hat-chett fand, daß sie von Schwefelsäure in Gerbstoff ver-wandelt werden, und nachher bei dem Ausziehen mitWasser zwischen x und ■§■ ihres Gewichts Kohle zurück-lassen.
Folgende Gummiharze verdienen hier angeführt zuwerden.
Ammoniakgummi siekert aus der Wurzel von Hera-cleum gnrnmiferum, und wird in Lybien, Abyssinien unddem südlichen Aegypten gesammelt. Es besteht aus gel-ben, röthlichen und milchweißen, größeren oder kleine-