Wasser mit mehreren Gasen.
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Gas entwichen. Das Wasser ist indefs nun eben so wiezuvor mit Gas gesättigt, aber ein Gemenge von viel Was-sergas mit sehr wenig kohlensaurem Gase ersetzt nun daskohlensaure Gas. Wird das Erhitzen bis zum Kochenfortgesetzt, so führt endlich das Wassergas das kohlen-saure Gas vollständig mit fort, und das Wasser ent-hält dann nur Wassergas. Die Capacität des Wassers fürsein eigenes Gas ist unbekannt und schwer auszumitteln;dafs es aber dasselbe in seine Zwischenräume wie an-dere Gase aufnimmt, geht daraus hervor, dafs im ent-gegengesetzten Falle, die Wirkung einer erhöhten Tem-peratur auf ein gashaltiges Wasser keine andere seinwürde, als die, so viel Gas auszujagen, als dem durchdie Wärme vergröfserten Volum des Gases entspricht; inFolge dessen ein Wasser, welches 100 Cubikzoll kohlen-saures Gas bei 0° enthält, bei —j— 100° 37 £ Cubikzoll, bei100° gemessen (oder 27£ Cubikzoll, bei 0° gemessen),abgegeben haben, und das Uebrige in der Flüssigkeit zu-rückgeblieben sein würde.
Das Wasser kann eben so wenig gleiche Mengen vonzwei gemengten Gasarten aufnehmen, als wenn es mitjeder für sich umgeschüttelt wird; vielmehr beruht dieCapacität desselben für Gasgemenge einzig und allein aufden verschiedenen Graden von Löslichkeit der Gase imWasser und auf dem Verhältnisse, in welchem sie ge-mengt sind, ehe sie mit der Oberfläche des Wassers inBerührung kommen. Wenn man sich vorstellt, dafs Was-ser mit einem Gemenge in Berührung kommt, welchesaus zwei Gasarten von gleicher Löslichkeit und gleichemVolumen besteht, so wird das Wasser von jedem dieserGase halb so viel aufnehmen, als es von einem derselbenallein aufgenommen haben würde, also von beiden zu-sammen ein eben so grofses Volumen, als sonst von einemeinzigen derselben. Sind aber die Volumina der Gaseverschieden, so bleiben auch die relativen Volumina dereingesogenen Gase hiernach proportional. War das einedieser Gase doppelt so löslich, als das andere; so wirddas Wasser von jenem nur von diesem aber nur -j- derI. 29