Zusammensetzung des Wassers. 359
nug, — man verbrannte Sauerstoff- und Wasserstoffgasin Apparaten, wo man das Gewicht der Gasarten vordem Verbrennen mit dem Gewichte des dadurch erhalte-nen Wassers und des übrig gebliebenen Gases genau be-stimmen konnte, und fand jedesmal, dafs das erhalteneWasser eben so viel, als die verschwundenen Gase, wog.Bei den Versuchen, welche Fourcro y> v auquelinund Seguin ziemlich im Grofsen in der Absicht anstell-ten, um aus abgewogenen Mengen Gas wägbares Wasserhervorzubringen, und bei welchen mehrere Unzen Was-ser durchs Verbrennen erzeugt wurden, glaubte man zufinden, dafs das Wasser aus 85 Theilen Sauerstoff und15 Theilen Wasserstoff bestehe. Seitdem aber durch ge-naue Versuche ausgemittelt worden ist, dafs 2 VoluminaWasserstoffgas sich genau mit 1 Volumen Sauerstoffgasverbinden, und seitdem die relativen Gewichte beiderGase bestimmt worden sind, hat man gefunden, dafs dasWasser aus 88,94 Gewichtstheilen Sauerstoff und 11,06 Ge-wichtstheilen Wasserstoffgas besteht.
Aufser der Wägung der Gase selbst, ist die besteArt, die genaue Zusammensetzung des Wassers bestimmtzu untersuchen, die, dafs man in einer dazu geeignetenGlasröhre eine abgewogene Menge Kupferoxyd erhitzt,und dann reines Wasserstoffgas in die Röhre leitet, wo-bei das Oxyd reducirt und Wasser gebildet wird. Mansammelt hierauf das Wasser und wiegt es, so wie dasrückständige Kupferoxyd, wo sodann das Uebergewicht,welches das Wasser mehr wiegt, als was das Kupferoxydam Gewichte verloren hat, die relativen Quantitäten deszur Bildung des Wassers verwendeten Wasserstoffs undSauerstoffs anzeigt. Diefs stimmt auch mit den Resulta-ten überein, welche man durch die Bestimmung des spe-cifischen Gewichts beider Gasarten erhält.
Bei dem Versuche, das Wasserstoffgas aus Wasser-dämpfen zu gewinnen, die man durch glühende Stück-chen Eisendrath leitet, hatte man ferner gefunden, dafsman dabei ein Volumen Wasserstoffgas erhielt, welchesder Gewichtszunahme des Eisens durch den aufgenomme-