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Winde.
Kälte des Winters und der Wärme des Sommers, beru-hen auf anderen Ursachen. Eine der hauptsächlichstendavon ist der Wind. Bei Mittagswind ist in Schwedender Sommer wärmer und der Winter milder, als er au-fserdem (im Yerhältnifs der geographischen Breite desLandes) bei vollkommener Windstille sein würde, weileine wärmere Luft aus den mittäglichen Landstrichen her-beiströmt und die Erdoberfläche erwärmt, während sieselbst nach und nach abgekiihlt wird. Bei Windstille istder Winter kälter; noch kälter aber bei Nordwind, wodie Kälte bisweilen bis zum höchsten Grade ansteigt, densie in diesem Clima erreichen kann, weil eine kältereLuft von den Polen herwehet. — Zu den kleineren Tem-peratur - Veränderungen tragen verschiedene chemischeProzesse im Luftkreise bei, z. B. Verdunstung, Regen,Hagel, Nebel u. d. m., welche wieder mit UmständenZusammenhängen, die auf das Barometer wirken, undden Luftkreis an gewissen Stellen bald schwerer, baldleichter machen, wodurch das Barometer zu einem eini-germafsen zuverlässigen Witterungs - Anzeiger wird. —Alle diese Umstände sind indessen bei weitem noch nichtbis zur Zuverlässigkeit ausgemittelt.
Wenn das Gleichgewicht der Luft durch ungleicheErwärmung der Atmosphäre auf einzelnen Stellen unter-brochen wird, so entsteht Luftzug, Sturm oder waswir überhaupt Wind nennen. Zu ihrer Entstehung kön-nen aber wohl noch mehrere Ursachen mitwirken, dieuns noch nicht hinreichend bekannt sind.
Die Winde sind theils regelmäfsige, theils unregel-mnfsige. Jene findet man zwischen den Wendekreisen;diese herrschen zwischen letzteren und den Polen. Dieregelmäfsigen Winde bestehen hauptsächlich aus einemunausgesetzt wehenden Ostwinde, welcher dadurch ent-steht, dafs die vom mittleren Theile der Erdoberflächeunablässig emporsteigende warme Luft durch kältere er-setzt wird, welche von den Polen herbeiströmt, jedochnicht dieselbe Umschwungs-Schnelligkeit besitzt, als die-jenigen Stellen der Erdoberfläche haben, zu welchen sie