Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
329
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Druck der Atmosph. Barometer. 329

Erscheinung, welche die Alten durch den Abscheu vordem leeren Raume erklärten. Es wird nämlich dadurchWasser oder Quecksilber in einer umgestürzten Flascheerhalten, wenn die Oeffnung derselben eng genug ist,oder unter die Oberfläche eines flüssigen Stoffes gesenktwird. Ist aber ein solches Gefäfs so hoch, dafs die darineingeschlossene Wasser- oder Quecksilbersäule mehr wiegt,als eine gleich starke Säule Luft von der Höhe der gan-zen Atmosphäre, so sinkt dieselbe so weit nieder, bis siemit der entgegenwiegenden Schwere des LufLkreises insGleichgewicht kommt. Wenn man z. B. eine 30 PariserZoll lange Glasröhre mit Quecksilber füllt, sie sodannumwendet und das untere offene Ende in Quecksilberstellt; so sinkt das Quecksilber in der Röhre bis zu2S Zoll -js Linien herab, und läfst einen leeren Raum von1 Zoll Linien. Daraus entstand das Barometer, einWerkzeug, womit sich durch die abwechselnde Höhe derQuecksilbersäule die Veränderung des Luftdrucks bestim-men läfst.

Jeder Quadratfufs der Erdoberfläche trägt bei 76Centimeter oder 336,9 Pariser Linien Barometerhöhe einGewicht von 2216-f- Pfund, welches bei jeder Linie, umwelche das Barometer steigt oder fällt, um 6*5795 oderungefähr 6 X V verändert wird.

Die specifisclien Gewichte der in der Luft enthalte-nen Gasarten sind, wenn man das Gewicht der Luft= 1,000 annimmt, folgende: das Stickstoff wiegt 0,96913;das Sauerstoffgas 1,1026; das kohlensaure Gas 1,526; dasWassergas 0,62. Dem zufolge müssen die Verhältnissedieser Gasarten, dem Gewichte nach, sein: Stickstoffgas75,55; Sauerstoffgas 23,32; Wassergas (nach der Wasser-gehalts-Capacität der Luft bei ihrer Mitteltemperatur von-j-10° berechnet) 1,03, und Kohlensäuregas 0,10.

Der Druck, welchen jede dieser Gasarten für sich bei76 Centimeter oder 336,9 Pariser Linien Barometerständeauf die Quecksilbersäule ausübt, entspricht folgenden Ba-rometerhöhen :