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Darstellung des Kiesels.
ein Gemenge von flufssaurem Kali und Kieselkalium ist,und womit noch ein unzersetzter Antheil des angewandtenSalzes vermengt sein kann. Man bringt sie in kaltes Was-ser, wobei eine starke Entwickelung von Wasserstoffgasentsteht, die bald aufhört. Sie wird durch die Zersetzungvon Kieselkalium durch das Wasser verursacht, indemsich das Kalium zu Kali oxydirt und der Kiesel sich ab-scheidet. Sobald das Aufbrausen beendigt und die Flüs-sigkeit klar geworden ist, wird sie abgegossen. Sie istalkalisch von gebildetem Kali. Es wird frisches Wasseraufgegossen, und aucli dieses, nachdem es klar geworden,abgehellt. Weder dieses, noch das zuerst aufgegosseneWasser, darf warm sein, weil das freie Alkali mit Hülfevon Wärme die Oxydation und Auflösung des Kiesels be-wirkt. Hierauf wird dieser mit kochendem Wasser solange ausgewaschen, als dieses noch etwas auszieht. Ob-gleich das erste Waschwasser alkalisch ist, so werden dieletzteren sauer, so dafs sie Lackmuspapier röthen. DieUrsache hiervon ist die Auflösung des unzersetzten, schwer-löslichen Salzes, welches die Eigenschaft hat, Lackmus-papier zu röthen. — Je weniger Kalium man nimmt,um so mehr hat man von diesem Salze auszuwaschen undum so langsamer geht das Auswaschen vor sich. Um dieKieselerde in 10 Th. Salz zu zersetzen, sind 7 Th. Ka-lium nöthig, man mufs aber noch etwas mehr zusetzen,welches sich mit dem Kiesel verbinden soll. Nimmt maneinen grofsen Ueberschufs von Kalium, so wird ein Kie-selkalium gebildet, welches sich ganz und gar im Wasserauflöst.
Man kann auch durch Glühen von Kieselerde mitKalium Kiesel reduciren, man erhält aber dann nur sehrwenig und unreinen Kiesel. Der gröfste Theil löst sichmit dem Kalium im Wasser auf, das Waschwasser wirdgrünlich und der Kiesel ist mit einer unlöslichen Verbin-dung von Kieselerde und Kali und mit unzersetzter Kie-selerde vermengt.
Kiesel, so wie er nach dem Auswaschen und Trock-nen erhalten wird, ist ein dunkelbraunes Pulver, das dem