Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
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308
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308 Chlor-Kohlenstoff im Max. von Chlor.

Sich mit der Salzsäure verbinden könne, welches mit Chlornicht der Fall zu sein schien. Aber dieser Einwurf istseitdem von Faraday vernichtet worden, welcher nichtweniger als 3 Verbindungen zwischen Chlor und Kohlen-stoff entdeckt hat, in welchen sich l Volum des letzterenmit 1, 2 und 3 Volum Chlor verbinden.

Chlor - Kohlenstoff im Maximum von Chlor-gehalt. Wenn man die ätherartige Flüssigkeit, welchevom ölbildenden Gase mit Chlor erzeugt und gewöhnlichChloräther genannt wird, in einem mit Chlorgas ange-füllten Gefäfse dem Sonnenlichte aussetzt, so verschwindetnach und nach die Farbe des Gases, und dasselbe wird insalzsaures Gas verwandelt. Läfst man dieses durch Was-ser absorbiren, und so oft wieder Chlorgas an dessenStelle treten, als noch salzsaures Gas erzeugt wird, soverwandelt sich der Chloräther in eine feste, krystallini-sche Masse, deren Bildung schon Collin und Robiquetbemerkt hatten, ohne sie aber weiter zu verfolgen. Beidiesem Versuche theilt sich das Chlor zwischen dem Wasser-stoffe und dem Kohlenstoffe; der Chlor - Wasserstoff (dieSalzsäure) nimmt Gasform an, und Chlor-Kohlenstoff bleibtin fester Gestalt zurück. Um ihn von anhängender Salz-säure zu reinigen, spült man ihn zuerst mit Wasser ab, löstihn dann in Alkohol auf, und läfst dann diese Auflösungtropfenweise in Wasser fallen, dem etwas Kali beigemischtist. Er wird dadurch aus der Flüssigkeit niedergeschla-gen, man süfst ihn mit Wasser aus, prefst ihn stark zwi-schen Löschpapier und trocknet ihn. Dieser Körper istfarblos, fast ohne Geschmack, hat aber einen aromati-schen, kampherartigen Geruch. Er ist leicht zerreiblich;sein spec. Gewicht ist beinah zweimal so grofs wie dasdes Wassers. Bei -j-160° schmilzt er und kocht bei —f-180°.Die Dämpfe verdichten sich zu durchscheinenden Krystal-len, deren Grundform ein Octaeder ist. Im flüssigen Zu-stande ist er durchsichtig und farblos. Er ist schwer zuverbrennen; in der Glühhitze aber dem Sauerstoffgaseausgesetzt, brennt er mit Lebhaftigkeit und verwandeltsich in kohlensaures Gas und in Chlorgas. In der Flamme