Chlorkohlcnstoff.
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Nach Grotthufs erhält man ein ähnliches Gas, wennman Phosphor in einer Auflösung von Kali im Alkoholkocht. Dieses Gas entzündet sich aber nicht von selbst,und wird sowohl von rauchender Salpetersäure, als auchvon Salpetergas, welches mit Sauerstoffgas gemengt ist,so wie von Chlor entzündet. Es giebt Kohlensäure undPhosphorsäure.
Chlor - Kohlenstoff.
Kohle verbindet sich mit Chlor nicht durch unmit-telbare Berührung. Bringt man eine erhitzte, aber nichtglühende Kohle in Chlorgas, das über Wasser aufgesam-melt und also feucht ist, so entzündet sie sich, und eswird kohlensaures und salzsaures Gas gebildet. Man er-klärte diese Erscheinung lange Zeit so, dafs das Chlorvon der Kohle zu Salzsäure reducirt werde, während dieKohle auf Kosten seines überschüssigen Sauerstoffs zu Koh-lensäure verbrenne; aber Humphry Davy zeigte, dafsin diesem Falle Wasser gegenwärtig sein müsse, und clafssich dessen Wasserstoff mit Chlor und dessen Sauerstoffmit Kohlenstoff verbindet. In wasserfreiem Chlorgasewird eine wohl ausgeglühte Kohle bei keiner Tempera-tur verändert. Davy liefs den 2000paarigen elektrischenTrogapparat der Royal Institution in London sich durchzwei Kohlenspitzen entladen, welche in trocknem Chlor-gase in Berührung mit einander gesetzt waren, und wo-durch die Kohle der intensivsten Hitze, die hervorgebrachtwerden kann, ausgesetzt wurde, ohne dafs weder dieKohle, noch das Gas eine Veränderung dadurch erlitten.Es ging hieraus hervor, dafs Chlor keinen lose gebunde-nen Sauerstoff enthalten konnte, und dieser Versuch wurdeseitdem als Grundbeweis für die Einfachheit des Chlorsangenommen. Er liefs indefs die Einwendung zu, dafs,obgleich in dem Chlor Sauerstoff nicht so lose gebundenvorhanden sein könne, wie man vermuthete, es dessen un-geachtet möglich wäre, dafs derselbe darin enthalten sei,dafs er aber die Salzsäure nicht eher verlasse, als bisdiese von einem Körper aufgenommen würde, dessen Oxyd
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