144 Coulombs magnetische Drehwage.
und sich mehr nach dem kälteren westlichen Theile desErdbodens hinbegiebt, bis sie Nachmittags durch allmähli-che Abkühlung nach und nach wieder an Stärke zunimmt,die sie auch dann die ganze Nacht hindurch unverändertbeibehält. Deshalb ist die Magnetnadel auch einer klei-nen Veränderung nach den Jahreszeiten unterworfen, in-dem sie im Sommer am wenigsten nach Westen abweicht.
Die allgemeine Abweichung der Magnetnadel ist sounregelmäfsig, dafs sie nicht durch Berechnung gefundenwerden kann, sondern durch direkte Versuche ausgemit-telt werden mufs; auch ist sie zuweilen, ohne Rücksichtauf die Lage der Pole, auf manchen Stellen des Erdbo-dens östlich, auf andern westlich — was nothwendig voneiner stellenweise und unregelmäfsig vertheilten Ursacheherrühren mufs.
Coulomb hat gezeigt, dafs alle Körper vom Mag-nete schwach afficirt werden, aber die feinsten Werkzeugesind erforderlich, um es zu bemerken.
Hansteen hat eine magnetische Polarität aller Ge-genstände auf der Oberfläche der Erde durch sehr sinn-reiche Versuche bewiesen, indem er gefunden hat, dafsdie Magnetnadel nahe an der Erde auf der nördlichenSeite z. B. eines Baums, eines Pfahls, eine gröfsere An-zahl Schwingungen in einer bestimmten Zeit macht, alsauf der südlichen Seite desselben, dafs sie aber umge-kehrt auf der südlichen Seite des oberen Endes des Pfahlsoder des Baumes geschwinder schwingt, als auf der nörd-lichen, welches in diesen Gegenständen eine schwachemagnetische Polarität anzeigt. Sie haben alle den Nord-pol unten und den Südpol oben. Es ist folglich keinemZweifel unterworfen, dafs nicht jeder Theil des Erdbo-dens an der allgemeinen Vertheilung des MagnetismusAntheil nehmen sollte; allein durch unsere magnetischenVersuche wissen wir, dafs dieselbe unendlich viele Malestärker in den Eisenerzen, dem Eisen und in eisenhaltigenKörpern ist, und die Erfahrung hat uns gelehrt, dafs die-ses Metall in gröfserer oder geringerer Menge einen Be-standtheil der Körper unsers Erdbodens ausmacht. Eine
noth-