140 Erdmagnetismus.
bekannte kleine Umstände bewirken, da Fs eine Art Stahlviel stärker magnetisch wird, als die andere.
Da die Eigenschaften eines Magnets darauf beruhen,dafs sein und — M an seinen beiden Enden sich an-häuft, so mufs es in der Mitte desselben eine Stelle ge-ben, wo beide M sich berühren, und wo sonach diemagnetische Kraft im Gleichgewichte ist; diese Stellenennt man den Culminationspunkt oder Aequator.
Selbst unsere Erdkugel ist ein Magnet, dessen — Msich auf irgend einer Stelle in der Nähe des Nordpolsanhäuft, wogegen sich sein -j- M nach dem Bezirke desSüdpols hinzieht. Daher rührt die Eigenschaft des Mag-nets, sich nach Norden und Süden zu wenden; denn weildas —M der Erde das -j- M des Magnets anzieht, somufs dieser seinen -j- Pol nach Norden und den — Polnach Süden kehren. Daher mufs auch die Erde auf Eisenund auf jeden Magnet dieselbe Kraft ausüben, die eingrofser Magnet auf Eisen und auf kleine Magnete ausübt,wenn sie in seinen Wirkungskreis kommen. Der Magne-tismus der Erde ist inzwischen sehr schwach, so dafs er auf’sEisen ganz unmerklich und nur auf Magnete sichtbar ein-wirkt.
Hält man einen etwas kräftigen Magnet unter einenTeller oder ein Papier, worauf man Eisenfeilspähne ge-streut hat, und klopft dann leise an den Teller, so dafsdie Feilspähne eine durch den Magnet bestimmte Stellungannehmen können, so legen sie sich, wie Fig. 21. Taf. I.zeigt, nach den Polen zu gerade auf und nieder, richtensich in deren Nähe schief empor und laufen in der Mitteder Stange mit derselben parallel. Dasselbe geschieht,wenn man, wie in Fig, 23. dargestellt ist, über einermagnetisirten Stahlstange kleine Enden von magnetisirtemStahldrath aufhängt. Diese kehren sich längs hin nachder Stange, laufen in der Mitte derselben mit ihr paral-lel, nehmen aber nach den Enden zu immer mehr undmehr eine schiefe Lage an, wobei sich ihr -j- Pol nachdem — Pol der Stange und ihr — Pol nach dem -j- Polederselben herabneigt.