Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
77
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Ladung elektrischer Nichtleiter. 77

i bis 1 Zoll vom Glase abstehen mufs, in eine odermehrere Spitzen ausgehen.

Wird die Maschine gedreht und durch Reiben elek-trisch, so nimmt der Conduktor gleiche Elektricität an,aber nicht dadurch, dafs er sie vom Glase an sich zieht,sondern dadurch, dafs die durch Reiben in der Maschineerregte -j- E durch die aus dem Conduktor entgegen-strömende E gesättiget, dabei aber eine entsprechendeMenge -j- E in dem Conduktor frei wird.

Aufser den erwähnten Spitzen des Conduktors müssenalle andere Spitzen in der Nähe der Maschine vermiedenwerden, weil sie ihr sonst entgegengesetzte E zuführenund die Wirkung derselben aufheben.

Feuchte Luft leitet die Elektricität, trockene hinge-gen verstauet ihr keinen Durchgang. In feuchter Luftkann daher kein Körper isolirt werden, vielmehr hebtsolche die Wirksamkeit der Elektrisirmaschine ganz oderdoch zum gröfsten Theile auf.

Wenn man an einer Maschine sowohl das Reibezeug,als auch den Conduktor isolirt, so entwickelt sich nureine ganz schwache Elektricität; wenn man aber das Rei-bezeug mit dem Erdboden in Verbindung bringt, so fängtdie Erregung der Elektricität an vor sich zu gehen, undder Conduktor nimmt bei gewöhnlichen Glasmaschinen-j- E an. Isolirt man umgekehrt das Reibezeug undbringt den Conduktor mit der Erde in leitende Verbin-dung, so wird das Reibezeug elektrisirt, so dafs manauf diese Weise von einer gut eingerichteten Maschinenach Willkühr -J- und E erhalten kann.

Wenn ein Nichtleiter, das heilst, ein solcher Körper,welcher durch Reiben elektrisch werden kann, auf dereinen Seite durch irgend einen Umstand freie Elektricitätempfängt, so entweicht aus ihm auf der andern Seite,wenn er nicht aller ableitenden Gemeinschaft mit demErdboden beraubt (d. h. wenn er nicht isolirt) ist, eineeben so grofse Menge gleichartiger E. Es ist leicht ein-zusehen, dafs das Entweichen und Empfangen von