Unterschiede der Leiden Elcktr. 71
kuchen ein metallenes Knöpfclien stellt und einen Funkenvon -J- E darauf fallen läfst; so entsteht, wenn man dasKnöpfclien mittelst einer Siegellackstange weghebt, undein wenig gepulvertes Harz oder auch gewaschene undwieder getrocknete Schwefelblumen über die elektrisirteStelle siebt, eine sternförmige runde Figur. Stellt manden Versuch mit — E an, so entsteht auch eine rundeFigur, aber ohne Strahlen, mit dendritenähnlichen Ver-ästelungen. Der Versuch gelingt, selbst wenn man vordem Elektrisiren das Pulver auf die Scheibe siebt.
2) Durch den Geschmack, wenn man die E auseiner elektrisirten Spitze auf die Zunge ausströmen läfst,wo die positive einen säuerlichen, die negative aber mehreinen brennenden, beinahe einen alkalinischen Geschmackerregt.
3) Durch die verschiedenartigen chemischen Er-scheinungen, welche sie in den Körpern, besonders inflüssigen Stoffen, hervorbringen; so verwandelt z. B. -(-E,die aus einer Spitze auf angefeuchtetes Lackmuspapierausströmt, dessen blaue Farbe in Roth, zum Beweise,dafs eine Säure dabei gebildet wird, und .— E giebt ihmseine blaue Farbe wieder, u. s. w.
4) Durch ihr verschiedenes Licht. Wenn man-j- E aus einer etwas stumpfen Spitze ausströmen läfst, sobildet sich ein oft mehrere Zoll langer, röthiichblauerLichtbüschel; läfst man aber — E aus derselben Spitzeausströmen, so zeigt sich blofs ein leuchtender Punkt.Im luftleeren Raume fallen diese Erscheinungen nochmehr in die Augen.
5) Durch den Umstand, dafs verschiedene Körper,unter gewissen Verhältnissen, die eine E leicht leiten,die andere aber nur höchst schwierig durch sich durch-gehen lassen.
Zwei Körper, die einerlei Elektricität besitzen, sto-fsen einander ab, und ziehen sich im entgegengesetztenFalle an, wenn sie nämlich verschiedene Elektricitätenhaben. Der Abstand, in vvelchem dieses vor sich geht,heifst der Wirkungskreis der Elektricität, die