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Elektrische Materie.
Seidenzeuch, Wolle, Haare, im Ofen gedörrtes Holz,Wachs u. d. m. Diese Körper werden idioelektri-sche — selbstelektrische — genannt.
Wenn man die durch Reiben entstehende Elektricitätetwas aufmerksamer beobachtet, so findet man, dafs so-wohl der reibende, als der geriebene Körper elektrischwerden, beide aber in gewisser Hinsicht sich anders ver-halten, so dafs die Elektricität in beiden verschiedenartigzu sein scheint.
Man glaubte anfänglich, dafs der geriebene Körperdem reibenden Elektricität entziehe, und dafs dadurchin jenem Ueberflufs, in diesem aber Mangel an Elektri-cität entstehe; man hat aber nachher gefunden, dafs dieseVorstellungsweise unrichtig ist, und dafs beide KörperUeberschufs an Elektricität empfangen, und Symmer be-wies zuerst, dafs die Elektricität in beiden von verschie-dener Art sei.
Daraus hat man den Schlufs gezogen, dafs in allenKörpern unsers Erdbodens ein Stoff enthalten sei, denman elektrische Materie (Electricuin , Electroge-niitm) nennen könne, und wieder aus beiden einfachenElektricitäten zusammengesetzt sei. Dieser Stoff besitztkeine Eigenschaft, wodurch er für unsere äufseren Sinnewahrnehmbar wird, sondern er offenbart sich erst dann,wenn er in seine Bestandtheile zerlegt wird.
Benjamin Franklin, welcher zuerst eine Theorieder Elektricität aufzustellen versuchte und den Unter-schied beider Elektricitäten darin zu finden glaubte, dafsdie eine Ueberschufs, die andere aber Mangel an Elek-tricität sei, nannte jene positive (-j- E), diese abernegative Elektricität (—E),' und diese Benennun-gen hat man auch bis jetzt beibehalten.
Die positive Elektricität (-f- E) unterscheidet sichvon der negativen (—E), ihrem Verhalten nach, in vie-len Fällen sehr deutlich:
1) Durch die Figuren, die ein, auf einen elektri-sirten Körper gesiebtes feines Pulver bildet; wenn manz. B. auf eine belegte Glasscheibe oder auf einen Harz-