Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
59
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Barometers ein empfindliches Luftthermometer einschlofs,das eines Grades der Centesimal-Skale deutlich an-zeigte. Wenn der leere Raum nun wirklich eine eigen-thümliche Wärme enthält, so mufste, wenn dieser Raum,durch Steigen oder Fallen des Quecksilbers, plötzlichausgedehnt oder vermindert wird, das Thermometer sicht-bar steigen oder fallen, was aber nie geschah. Wenn eraber auch nur die kleinste Menge Luft hereinliefs, sostieg das Thermometer augenblicklich, als man das Queck-silber in der Barometerröhre höher aufsteigen liefs. Derleere Raum scheint daher nur strahlenden Wärmestoffenthalten zu können.

Bekanntlich wird Ruch durch Reiben Wärme er-regt; wie sie aber dabei entstehe, ist nicht ansgemiltelt.Graf Rumford stellte einen Versuch an, die beim Boh-ren einer Kanone sich entwickelnde Wärme zu bestim-men, und fand, dafs durch das Abdrehen einiger weni-gen Loth Bohrspähne ein Pfund Wasser bis zum Siedenerhitzt und beim Fortsetzen des Bohrens im Kochen er-halten werden konnte. Wenn man den Unterschied zwi-schen der eigentümlichen Wärme des Eisens und Was-sers kennt, sieht man leicht ein, dafs hierbei die Wärmenicht durch die stärkere Zusammenpressung der Bohrspähneerregt worden sein kann. Wenn der Schmid einen Na-gel hämmert bis er glühend wird, ungeachtet er durchdas Hämmern zusammengeschlagen wird, so kann dochder glühende Nagel keinen kleinern Raum einnehmen,als wenn er erkaltet ist. Die Erscheinung ist daher bisjetzt noch nicht erklärt.

Bemerkenswerth ist es, dafs Körper, welche die Elek-tricität leiten, wenn man sie gegen einander reibt, Wärmehervorbringen, Nichtleiter aber Elektricität erzeugen, underst dann erwärmt werden, wenn die Elektricität diegröfste Höhe erreicht hat und nicht abgeleitet wird. Mandarf daher den durch Reiben erregten, und den durch dasZusammendrücken gleichsam ausgeprelsten Wärmestoff nichtmit einander verwechseln. Um den letztem kennen zulernen, ist folgender leichter Versuch hinreichend. Man