Unbeständige Gase. (Dämpfe. Dünste.) 51
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Leichtigkeit, womit diefs geschieht, in zwei Klassen ein.a) Coercible Gase, welche bei dem gewöhnlichenDruck und gewöhnlicher Temperatur der Luft ihre Gas-form behalten, aber die bei einem Drucke, der wenig-stens drei Atmosphären entsprechen mufs, oder bei einerAbkühlung, die dem Gefrierpunkte des Quecksilbers sichnähert, oder noch unter demselben ist, sich verdichtenlassen. Wir haben diese Gasarten lange für permanenteangesehen, bis Faraday neulich gezeigt hat, dafs siedurch einen erhöhten Druck tropfbar-flüssig werden kön-nen. 'So z. B. hat er Chlorwasserstoifgas, Chlorgas undChloroxydgas, beide Oxyde des Stickstoffes, kohlensau-res Gas, Schwefelwasserstoffgas, Ammoniakgas und Cyan-gas in tropfbar-flüssigen Zustand dargestellt, wenn sieeinem erhöhten Druck ausgesetzt wurden, der für un-gleiche Gase ungleich ist, z. B. für Cyangas kaum vierAtmosphären, für kohlensaures Gas einige dreifsig, undfür Stickstoffoxydul bis -f-7° fünfzig Atmosphären. Bussyhat uns nachher gezeigt, dafs durch ungewöhnlich hoheGrade der Kälte man einen Theil der Resultate erhal-ten, die Faraday bekommen hat. Ich werde bei je-dem von diesen Körpern besonders mittheilen, was manin dieser Hinsicht ausgemacht hat. bJ UnbeständigeGase, die durch Kochen von Körpern, welche bei dergewöhnlichen Temperatur und dem gewöhnlichen Druckder Luft fest oder tropfbar-flüssig sind, wie z. B. Aether,Alkohol, Wasser, Schwefel, verschiedene Metalle u. s. w.,gebildet werden. So lange man diese Körper in einerTemperatur erhält, die ihren Siedepunkt übersteigt, sobehalten sie Durchsichtigkeit, Spannkraft und alle Eigen-schaften eines Gases; sobald sie aber einen kalten Kör-per berühren, theilen sie diesem ihren gebundenen Wär-mestoff mit, erwärmen denselben, und das Gas sammeltsich nun um ihn in flüssigen Tropfen, oder schiefst infester Gestalt an ihn an.
Kommt ein solches Gas an die freie Luft, so wirdihm sein Wärmestoff von dieser entzogen, und in jedemPunkte derselben ein kleiner Theil davon abgesetzt, so
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