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Vereinigungs - Verwandtschaft.
mals von gleicher Stärke, sondern bei dem einen Körperist sie allezeit greiser, als bei dem andern.
So hat z. B. das Eisen eine gröfsere Verwandtschaftzum Schwefel als zum Quecksilber; wenn man daher Ei-senfeilspähne und Zinnober in hinreichender Menge miteinander mengt und zusammen erhitzt, so vereiniget sichdas Eisen mit dem Schwefel, und scheidet das Quecksilberaus, welches dann mit seinen ursprünglichen Eigenschaftenwieder hervortritt.
Diese Veränderung der Vereinigungs-Verwandtschaftnennt man Wahlverwandtschaft, weil die Körpervon allen übrigen stets denjenigen auszuwählen scheinen,zu welchem sie die grofste Verwandtschaft besitzen.
2) Eine zweite Verschiedenheit zeigt sich in Hin-sicht der Menge der Körper, welche durch ihre Ver-wandtschaft auf einander wirken, und zwar dergestalt,dafs eine gröfsere Menge eines Körpers von schwacherVereinigungs-Verwandtschaft einen Theil der stärkerenVerwandtschaft eines in geringerer Menge anwesendenzweiten Körpers überwältigen, das heifst mit wenigenWorten: dafs die Menge bisweilen den Mangel an Stärkeersetzen kann. Indessen erleidet diese Regel bedeutendeAusnahmen.
3) Auch die ungleiche Zusammenhangs-Verwandt-schaft (Cohaesionskraft) der Körper bringt Veränderun-gen hervor. Diefs ist der Fall, wenn die Neigung einesKörpers zu Annahme der festen oder luftförmigen Ge-stalt entweder an sich so stark ist, dafs sie jede Ver-wandtschaft überwältiget, oder wenn derselbon noch eineandere schwächere Verwandtschaft zu Hülfe kommt, unddann beide zusammen die stärkere Verwandtschaft derKörper überwinden, welche sonst die flüssige Gestaltbeibehalten haben würden.
Die Kohlensäure z. B. ist eine von denjenigen Säuren,die sich am leichtesten aus ihren Vereinigungen mit an-dern Körpern trennen lassen. Der Grund davon liegtnicht allein darin, dafs diese Säure eine an sich schwä-chere Vereinigungs-Verwandtschaft, als mehrere andere