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Verwandtschaft. Coliaesionskraft.
wird sie schwächer, so wird der Körper flüssig wie Was-ser; und bei noch gröberer Abnahme derselben verwan-delt sich der Körper in Luft oder Gas. Diese drei ver-schiedenen Zustände des Zusammenhanges der Körper,den festen, flüssigen und luftförmigen, nennt man Ag-gregationsformen. Auf dieser Verwandtschaft beru-hen auch die regelmäfsigen Gestalten, welche gewisseKörper, bei ihrem Uebergange aus dem flüssigen in denfesten Zustand, annehmen, was man in der Chemie Kry-stallisation der Körper nennt.
Härte, Weichheit, Zähigkeit, Sprödigkeit u. s. w. sindebenfalls Abänderungen dieser Kraft.
Die Wirkung dieser Verwandtschaft wird durch Pul-vern, Feilen u. dgl. mechanisch, durch Erhitzen chemischaufgehoben.
Die andere Art der Verwandtschaft heifst Vereini-gungs-Verwandtschaft. Sie findet nur bei zusam-mengesetzten Körpern, und zwar zwischen den einfachenStoffen statt, woraus dieselben zusammengesetzt sind.Durch sie können zwei Körper sich zu einem neuen drit-ten vereinigen, der oft keine von den Eigenschaftenderjenigen Körper behält, aus welchen er zusammenge-setzt ist.
So können sich zum Beispiel Schwefel und Queck-silber, vermöge ihrer Vereinigungs-Verwandtschaft, zuZinnober verbinden.
Man pflegt daher beide Arten der Verwandtschaftso zu beschreiben, dafs erstere, die Zusammenhangs-Ver-wandtschaft, bei gleichartigen (homogenen) Körpern, z. B.zwischen den kleinsten Körnchen des Zinnobers, die che-mische oder Vereinigungs-Verwandtschaft aber zwischenungleichartigen (heterogenen) Körpern, z. B. zwischenSchwefel und Quecksilber statt finde.
Die Vereinigungs - Verwandtschaft zeigt verschie-dene Abänderungen, worunter folgende die vornehm-sten sind. )
1) Die Grade dieser Verwandtschaft sind bei denmeisten Körpern, welche durch sie verwandt sind, nie-