Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
843
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Sclnvefelzirconvmn.

S43

drat und enthält keine Kohlensäure. Aus einer gesättigtenAuflösung von kohlensaurer Zirconerde in kohlensauremAmmoniak setzt sich die Erde beim Erhitzen in Formeiner Gelatine ab, und wenn diese auch noch so langemit einem Ammoniaksalz gekocht wird, so wird nichtsdavon aufgelöst, wie diefs der Fall mit der Yttererdeund Beryllerde ist, wenn sie auf gleiche Weise behan-delt werden.

Die Zirconerde hat eine grolse Neigung, basischeSalze zu geben, wovon mehrere in Wasser auflöslichsind. Ihre neutralen Salze schmecken rein zusammenzie-hend , ohne Einmengung von süfs. Die Zirconerde un-terscheidet sich von den übrigen eigentlichen Erden amleichtesten durch ihre Eigenschaft, aus einer neutralenAuflösung durch Zusatz von schwefelsaurem Kali gefälltzu werden.

Das Zirconerdehydrat besteht aus 87,11 Th. Zircon-erde und 12,89 Th. Wasser, dessen Sauerstoff halb soviel wie der der Erde beträgt.

S chwefelzirconium.

Es wird erhalten, wenn Zirconium mit Schwefel inWasserstoffgas oder im luftleeren Raum erhitzt wird.Die Verbindung geht mit schwacher Feuererscheinungvor sich. Das Schwefelzirconium ist ein pulverförmigerKörper, von dunkel zimmtbrauner Farbe, welcher nichtdie Eiektricität leitet und unter dem Polirstahle wederGlanz noch Zusammenhang annimmt. Von Schwefelsäure,Salpetersäure und Chlorwasserstoffsäure wird es nichtaufgelöst. Königswasser greift es im Kochen langsam an.Fluorwasserstoffsäure löst es leicht mit Entwickelung vonSchwefelwasserstoffgas auf. Von Kalihydrat wird es nichtaufgelöst, und wenn sie beide zusammengeschmolzen wer-den, erhält man Schwefelkalium und Zirconerde.

Kohlenstoffzirconium scheint zu entstehen, wennman die Reduction des Zirconsalzes mit kohlehaltigem/. 55