Metalle und Schwefel.
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und in einigen Minuten geräth die Masse in Glühung.Erhitzt man Schwefel in einem gläsernen Kolben überder Flamme einer Weingeistlampe, bis dafs der Kolbenvon einem gelben Gase (d. h. von Schwefeldämpfen) an-gefüllt erscheint, und führt man nun einige sehr dünnausgewalzte Kupferblätter hinein, so entzünden sich dieseund brennen mit vielem Glanz. Der gasförmige Schwefelwird dabei eingesogen und das Product des Verbrennensist Schwefelkupfer. Mit gleicher Erscheinung von Feuerbrennen einige Metalle bei einer höheren Temperatur inSchwefelwasserstoffgas, es wird ein Schwefelmetall erzeugtund reines Wasserstoffgas bleibt zurück. Besonders ge-lingt dieses mit dem Kalium. Verschiedene Metalle,welche zum Schwefel eine geringere Verwandtschaft ha-ben, wie z. B. Platin, Palladium, Rhodium, zeigen keineFeuererscheinung, so lange das Gemenge mit der Luit inBerührung steht, aber im luftleeren Raum erhitzt, glühensie, nach Edmund Davy, in dem Augenblick der Ver-bindung sehr lebhaft. Wir sehen also, dafs die Erschei-nung des Feuers nicht der Oxydation allein zugehört, wieman zu Lavoisiers Zeiten meinte, sondern auch beiden Verbindungen des Schwefels, und wie wir es wei-terhin sehen werden, des Phosphors und vieler anderenKörper Statt findet. Das Sauerstoffgas ist also nicht dereinzige Körper, welcher die Erscheinung des Feuers be-wirken kann, nicht das einzige verbrennende Princip, wieich bei den elektro- chemischen Ansichten ausführlicherzeigen werde.
Die meisten Metalle lassen sich mit dem Schwefeldirect verbinden, mit einigen aber läfst es sich nicht be-werkstelligen, z. B. mit Zink und Gold. Man kann diemeisten Schwefelmetalle auch so darstellen, dafs man dasoxydirte Metall mit einer hinlänglichen Menge Schwefelvermischt und in einer Retorte erhitzt. Es entsteht schwef-lichte Säure, die in Gasform entweicht und das Schwe-felmetall bleibt zurück. Bei den Alkalien und den alka-lischen Erden oxydirt sich der Schwefel zu Schwefelsäure,und man erhält ein Gemenge von Schwefelmetall mit