Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
686
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Metalle und Schwefel.

Metalle und Schwefel.

Die Metalle verbinden sich leicht mit dem Schwefel.Der Prozefs, welcher dabei Statt findet, ist dem der Oxy-dation sehr ähnlich. Ein mit Schwefel verbundenes Me-tall nennt man ein Schwefelmetall, oder ein ge-schwefeltes Metall. Ein Schwefelmetall hat, so wieein Metalloxyd, die ursprünglichen charakteristischen Ei-genschaften des Metalles verloren, es unterscheidet sichaber von einem oxydirten Metall durch sein Vermögen,die Elektricität zu leiten.

Die Schwefelmetalle theilen sich nach den äufserenCharakteren in zwei Gattungen, von welchen die eineundurchsichtig ist und einen bestimmt metallischen Glanzhat, wodurch die metallische Natur sogleich in die Augenfällt, wie z. B. Schwefeleisen, Schwefelblei. Die andereim Gegentheil hat den Metallglanz nicht, und ist dabeigewöhnlich mehr oder weniger durchscheinend, wie z. B.Schwefelzink und Schwefelquecksilber. Es geschieht bis-weilen, dafs ein Metall auf einer Schvvefelungsslufe zuder erstem dieser Gattungen gehört, und auf einer an-dern zu der letztem, z. B. Schwefelzinn im Minimum undim Maximum. Man hat in der Mineralogie vorgesclila-gen, die erste Klasse Kiese und die zweite Blendenzu nennen, weil das metallglänzende natürliche Schwefel-eisen gewöhnlich Kies oder Schwefelkies genannt wird,hingegen das durchsichtige Schwefelzink den Namen Blendeerhalten hat. Diese Eintheilung ist aber nicht allgemeinangenommen worden.

Die Metalle verbinden sich gewöhnlich mit demSchwefel unter Feuererscheinung. Wird ein gepulvertesMetall mit Schwefel vermischt und die Mischung zu einergewissen Temperatur erhitzt, so wird sie im Augenblickeder Verbindung rothglühend. Schüttet man z. B. 3 Th.Kupferfeile mit einem Theil gestofsenen Schwefel ver-mischt in eine zugeschmolzene gläserne Röhre oder ineinen kleinen gläsernen Kolben, welcher über der Flammeeines Lichts erhitzt wird, so schmilzt der Schwefel zuerst,