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1,2 (1825)
Entstehung
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680
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680 Geschichte der Vcrbrennnngsthcoric.

noch mehr diese Idee, nannte diesen Stoff Phlogiston(Brennbares), nnd indem er das vermehrte Gewicht derverbrannten Körper übersah, welches der Hauptgegen-stand der Untersuchungen der englischen Naturforschergewesen war, erklärte er alle Körper als zusammengesetztaus Phlogiston und einem eigenen unverbrennlichen Radi-kal. So z. B. bestand nach ihm Schwefel aus Phlogistonnnd Schwefelsäure, und Eisen aus Phlogiston mit Eisen-oxyd. Die Erscheinung des Feuers besteht, nach dieserTheorie, im Entweichen des Phlogistons, worauf das un-verbrennliche Radikal zurückbleibt. Die Reduction einesMetalloxyds von einem andern Metall, oder von einembrennbaren Körper, geschieht durch das Uebergehen desPhlogistons vom reducirenden zum reducirten Körper.Daher kamen die Benennungen der altern Chemiker, phlo-gisticiren und dephlogisticiren. Dieses bedeutete oxydiren,und jenes reduciren. Stahl sah übrigens Phlogiston alseine Erde an, und glaubte, dafs es Schwere hätte* *).Durch diese Hypothese lielsen sich jetzt die Erscheinun-gen bei der Verbrennung mit einiger Wahrscheinlich-keit erklären, und Stahl wurde der Schöpfer einer che-mischen Theorie, die sich etwas über ein halbes Jahrhun-dert erhielt, und welche, bei ihrem Fall, in den bestenChemikern des Zeitalters eifrige Vertheidiger fand. DieseTheorie erlitt jedoch mehrere Einschränkungen, undman sah Phlogiston zuletzt sogar als den Grundstoff desFeuers an. Einer von den altern Chemikern Schwedens,J. G. Wallerius, suchte diesen Satz zu vertheidigen **).Maccjuer sah Phlogiston als mit der Materie des Lichtsidentisch an, weil Salpetersäure, Goldoxyd und Silber-oxyd vom Sonnenlichte reducirt werden ***). Sie erlitt

6 ) Stahls Chymia rationalis , oder gründliche Einleitung zurChemie. Leipzig 1720.

* e ) De rnateriali diffcrentia lumtnis et ignis. in Disp. stcad.

Fase. 1. N. FIII. Hohniae et Lipsiae 1780.

'*") Macquers chem. Wörterbuch, 1, Aull. 2. Th. S. 354. und3. Th. S. 77. u. f.